Verbindungsweg in Worth ist dicht / Struck: „Baumarbeiten lange geplant“

Straßensperrung nach „Hemsbünder Art“

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Eine Straßensperre der eher ungewöhnlichen Art.

Hemsbünde - Von Jens Wieters. Wer bisher den schmalen und unbefestigten Gemeindeverbindungsweg von Worth nach Hemsbünde genutzt hat, steht zurzeit vor einem unüberwindbaren Hindernis: Zwei quer über die Straße liegende Baumstämme versperren den Weg. „Der Grund sind Baumschnittarbeiten“, sagt Bürgermeister Manfred Struck (SPD).

Dass diese Sperrung zeitlich mit den Bauarbeiten an der naheliegenden Bundesstraße 71 kollidiert, findet Struck „ärgerlich“, aber „auch ich musste unsere Arbeiten planen, denn Holzarbeiten dürfen nur in bestimmten Monaten ausgeführt werden.“ Obendrein wäre es schön, wenn die Straßenverkehrsbehörde im Vorfeld mit den Kommunen sprechen würde, um zu erfahren, was die auf ihren Wegen so vorhaben in der Zeit der Bauarbeiten auf einer Bundesstraße.

Dass im Dorf Gerüchte herumgeistern, dass die Sperrung des Gemeindeweges nur darum geschehen sei, weil einige Anwohner ihre Ruhe vor „Umleitungs-Abkürzern“ haben wollen, weiß auch der Bürgermeister. „Aber das ist völlig aus der Luft gegriffen. Die Bäume an der Straße müssen dringend ausgeschnitten werden. Und da ich nur zwei Gemeindearbeiter zur Verfügung habe, bleiben auch schon mal dicke Äste über Nacht auf dem Weg liegen. Das würde eine echte Gefährdung bedeuten“, so Struck. Darum habe er beim Landkreis auch eine Komplettsperrung beantragt. „Und die wurde mir vom 12. bis 20. November genehmigt.“

Ungewöhnlich findet Struck die Sperre aus Baumstämmen nicht: „Wir als Gemeinde haben gar keine anderen Absperrmöglichkeiten, nur die paar Hinweisschilder, die auch in Gebrauch sind.“ Dass vielleicht die Rotenburger Straßenmeisterei noch einige mobile Gitter zur Verfügung gehabt hätte, glaubt auch Struck. „Aber die hätten einige Autofahrer sicher einfach zur Seite geschoben. Zum Schutz der Bürger wollten wir den Gemeindeweg richtig dichtmachen, darum die Bäume.“

Dass im Fall der Fälle möglicherweise auch die Rettungskräfte vor den Bäumen stoppen müssen und vielleicht zu spät zu einem Einsatz in Hemsbünde kommen könnten, lässt Struck so nicht gelten: „Ich habe das im Vorfeld mit der Einsatzleitstelle abgeklärt. Von dort wurde mir signalisiert, dass es keine Probleme gebe.“ Im Übrigen würden weder Rettungswagen noch Feuerwehr diesen Weg nutzen, da er unbefestigt sei und nach den Regenfällen eher die Gefahr bestünde, dass die Autos dort stecken blieben, so der Bürgermeister. Und außerdem sei die ganze Sache „Ende des Monats vom Tisch“.

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