Tränenabwischer und Frauenversteher

Kirchwalsedes Gemeindearbeiter Joachim Henke geht in den Ruhestand

Joachim Henke (r.) geht in den Ruhestand, Bastian Böhling übernimmt. Foto: Leeske
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Joachim Henke (r.) geht in den Ruhestand, Bastian Böhling übernimmt.

Kirchwalsede – Während der vergangenen Sitzung des Kirchwalseder Gemeinderats erhielt Joachim Henke zur offiziellen Verabschiedung nach 30 Dienstjahren eine kleine Aufmerksamkeit von Bürgermeisterin Ursula Hoppe (CDU) und Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle überreicht.

1989 hatte Henke als Gemeindearbeiter in Kirchwalsede begonnen und über die Jahre kamen immer mehr Aufgaben hinzu, so wurde er auch ab 1992 Hausmeister in der Kirchwalseder Grundschule. „Die Anzahl der Arbeitsstunden stieg stetig an und schnell war aus der Teilzeitbeschäftigung eine volle Stelle mit sehr vielseitigen Tätigkeiten geworden“, so Bürgermeisterin Ursula Hoppe (CDU). Die Stunden waren zwischen der Gemeinde und der Samtgemeinde aufgeteilt. Auch deswegen beschrieb Eberle Henke auch kurz mit nur zwei Worten: „Tränenabwischer und Frauenversteher.“

Schon im Schulgebäude habe er als Verantwortlicher viele Veränderungen erlebt. „Ich habe viele neue Bestimmungen für Schulhäuser hautnah mitbekommen“, sagte Henke. So erlebte er zuletzt den Neubau eines Fluchtwegs vom Dachgeschoss mit speziellem Fundament und nachgewiesener Tragfähigkeit der Treppe. „Die ist jetzt aber mal richtig sicher. Da kann ein Flugzeug drauf landen“, scherzte er.

Zu Beginn seiner Tätigkeit sah vieles noch ganz anders aus. Alleine seine Arbeitsausrüstung musste noch in der heimischen Scheune gelagert werden, da es noch keinen Bauhof gab. Später wurde dieser in dem ehemaligen Feuerwehrgerätehaus installiert. Veränderungen waren die Konstante in seinem Berufsleben unter den drei Bürgermeistern Fritz-Alexander Hornhardt, Klaus Lütjens und aktuell Ursula Hoppe. Auch zwei Schulleitungen erlebte Henke in seinen Dienstjahren.

Der Arbeitsbereich von Henke war natürlich die gesamte Gemeinde Kirchwalsede und auch das Ausschottern eines Gemeindeweges in der Hundesloh oder diverse Tätigkeiten in Riekenbostel gehörten dazu.

Sehr früh musste er immer aus den Federn, wenn der Winterdienst auf dem Plan stand und die vielen Straßen von den Schneemassen geräumt werden mussten. Auch dabei gab es immer wieder Fundsachen, „sogar ein paar Fahrräder waren dabei“.

Die Hände über den Kopf zusammengeschlagen hat Henke regelmäßig bei den Aufräumarbeiten nach den Feiern am 1. Mai am Bullensee. „Einige Sachen wollte ich nicht anfassen, aber irgendwer muss den Dreck wegmachen nach den Verwüstungen“, so Henke. Einen spektakulären Einsatz hatte er noch, als ein ICE bei Unter-stedt liegen geblieben war und die Turnhalle der Kirchwalseder Schule bereits als Notquartier angefragt wurde und entsprechend vorbereitet werden sollte. Letztlich konnten die Reisenden aber ihre Fahrt anders fortsetzen.

Bürgermeisterin Ursula Hoppe brauchte sich in all den Jahren keine Sorgen machen: „Joachim Henkes Devise war immer: Das kriegen wir hin.“

In einer zweiwöchigen Übergangsphase hat Henke seinen Nachfolger Bastian Böhling gut eingearbeitet, der als Landmaschinentechniker beste Voraussetzungen für die Wartung des Fuhrparks vom selbstfahrenden Rasenmäher bis zum Gemeindetrecker mitbringt.

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