In Süderwalsede gibt es Probleme mit der Löschwasserversorgung

Zu wenig Druck: Wenn’s brennt, kann keiner duschen

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Zu wenig Druck: Hydrant vor dem Feuerwehrhaus Süderwalsede.

Süderwalsede - Was passiert, wenn es in der Ortschaft Süderwalsede brennt? Na klar, die Helfer der Ortsfeuerwehr rücken aus, um den Brand abzulöschen. Doch was passiert wenn das Löschwasser knapp wird? „Seit zwei, drei Jahren haben wir das Problem, dass der Druck nicht immer ausreicht. Bislang haben wir uns immer durch mit Wasser gefüllte Güllewagen helfen können“, sagt Gemeindebrandmeister Thomas Brunkhorst.

Der Brandschutz sei zwar gewährleistet, weil im Ernstfall die benachbarten Ortsfeuerwehren schnell vor Ort wären und auch eine Löschwasserversorgung über lange Wegstrecken entweder aus Richtung Westerwalsede oder Kirchwalsede aufgebaut würde.

Die Probleme mit dem Löschwasser habe laut Brunkhorst einen ganz einfachen Grund: „Süderwalsede liegt gegenüber den anderen Ortschaften Wester- und Kirchwalsede viel höher. Außerdem sind die Löschwasserleitungen veraltet.“

Der örtliche Ortsbrandmeister Jörg Lindhorst bestätigt die Aussagen, beruhigt aber: „Wir sind mit dem Problem bisher klar gekommen, aber es ist natürlich wünschenswert, dass sich etwas tut.“

Zurzeit sehe es so aus, dass bei einem Feuerwehreinsatz mit Löschwasser im Dorf niemand duschen gegen könne. Denn Wasser komme dann nicht aus dem Brausekopf. Gemeindebrandmeister Thomas Brunkhorst setzt noch einen drauf: „Nicht einmal die Klospülung kann während der Löscharbeiten benutzt werden.“

Das Problem beschäftigt jetzt auch die Verwaltungen im Kreishaus und in der Samtgemeinde immer mehr. So teilte Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle während der vergangenen Sitzung des Samtgemeinderates mit, dass ihm zugetragen worden sei, dass einzelne Baugenehmigungen im Bereich Süderwalsede nicht erteilt werden könnten, weil die Versorgung mit Löschwasser zu schwach sei.

„Wiederholt wurde in den vergangenen Monaten von Seiten der Feuerwehr dieses Problem im Netz des Wasserversorgungsverbands bemängelt“, so Eberle. Er habe daher Kontakt mit dem Verband aufgenommen, und der werde den tatsächlichen Wasserdruck an den betroffenen Hydranten messen. „Anschließend werden wir beraten, ob und in welcher Weise einerseits die Löschwasserversorgung gesichert und andererseits auch die allgemeine Trinkwasserversorgung im gleichen Zuge auch für Zeiträume stärkerer Nutzung komfortabel sichergestellt werden kann“, informierte der Bürgermeister.

woe

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