Sozialdemokrat bekommt auch die Unterstützung der CDU

Struck bleibt wohl Hemsbündes Bürgermeister

Manfred Struck

Hemsbünde - Voraussichtlich kann Hemsbündes Bürgermeister Manfred Struck (SPD) die kommenden fünf Jahre weiter regieren. Die Zeichen stehen günstig, weil auch die CDU eine Wiederwahl des SPD-Ratsherrn unterstützen will. Das bestätigte CDU-Ratsherr Ludger Brinker auf Nachfrage mit Blick auf die konstituierende Sitzung am Donnerstag, 10. November, ab 19.30 Uhr im Dörfergemeinschaftshaus Hastedt/Worth.

„Mit meinem Wahlergebnis bin ich sehr zufrieden. Von allen in den Rat Gewählten habe ich das beste Ergebnis erzielt“, berichtet Bürgermeister Struck erfreut. „Die SPD hat ihre Mandate von drei auf fünf ausbauen können. Ich werte das als eine Bestätigung der guten Arbeit der SPD-Fraktion in meiner Amtszeit als Bürgermeister.“

Die WWH als bisheriger Partner der SPD mit ihren bisherigen drei Mandaten hat einen Sitz eingebüßt und ist künftig nur noch mit zwei Ratsmitgliedern vertreten. Zum Abschneiden seines ehemaligen Partners entgegnet Bürgermeister Struck: „Das ist ein selbstgemachtes Leid. Wenn Jens Prigge von der CDU und Carolin Muschter von der WWH vor der Wahl in einem Zeitungsbericht mich als Bürgermeister kritisieren, muss man sich nicht wundern. Der Bericht kam in der Bevölkerung, in der SPD und bei mir nicht gut an. Ich habe aber ein breites Kreuz und muss nicht sofort alles kommentieren.“ Die SPD habe, so Struck in den fünf Jahren vieles vorangebracht, obwohl sie mit der WWH über keinen verlässlichen Partner verfügt habe.

Das zweitbeste Ergebnis erzielte Ludger Brinker. „Es ist schade, dass wir einen Sitz verloren haben. Die CDU hätte gerne die absolute Mehrheit erreicht. Wer Bürgermeister wird, hat der Wähler entschieden: Manfred Struck. Denn er hat die meisten Stimmen bekommen. Er ist auch für uns der geeignete Kandidat für das Bürgermeisteramt.“ Brinker bestätigt, dass es vor der Wahl hinter den Kulissen der Hemsbünder CDU ein wenig gekracht hat: „Der Bericht mit Carolin Muschter war ein Alleingang von Jens Prigge.“ Zum Ergebnis der Wählergemeinschaft meinte Brinker: „Die Bürger haben erkannt, dass die Politik der WWH nicht die richtige für Hemsbünde ist.“

Carolin Muschter stellt klar, dass sie und Prigge im Verwaltungsausschuss und im Rat „sehr gute Arbeit gemacht“ hätten und, dass die Bürger nun erleben würden, dass sie mit Prigge jemanden abgewählt hätten, der „viel für die Gemeinde geleistet“ habe. Manfred Struck habe ihr im Übrigen gleich am Montag nach der Wahl eine Koalition angeboten, so Muschter, die sich damals Bedenkzeit erbeten habe. „Seitdem habe ich vom Bürgermeister nichts mehr gehört.“

Im neuen Gemeinderat sitzen für die SPD: Manfred Struck, Barbara Frömming, Heike Bohn, Stefan Westphal, und Michael Klug; für die CDU Ludger Brinker, Thomas Heinecke, Sven Bömeke sowie Petra Holsten und für die WWH Carolin Muschter und Martin Hintelmann.

woe/jw

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