Steuererhöhung in Sicht

Kirchwalsede muss für Unterhaltung der Wümme tief in die Tasche greifen

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Die Wümme fließt zwar gar nicht durch die Gemeinde Kirchwalsede, sorgt aber für viele Kosten auch hier. Ein Blick auf die Wümme bei Hochwasser in Ahausen.

Kirchwalsede - Gemeinden wie Kirchwalsede müssen mit ihren Finanzen stets vorsichtig haushalten, da innerhalb der Samtgemeinde viele Aufgaben wie zum Beispiel der Bau und die Unterhaltung von Schulgebäuden gemeinsam bewältigt werden. Deswegen wirken sich Überraschungen auf der Ausgabenseite unmittelbar aus.

Dementsprechend sparsam waren die Reaktionen der Ratsmitglieder bei der vergangenen Sitzung des Gemeinderats, als Bürgermeisterin Ursula Hoppe (CDU) mitteilen musste, dass die Beiträge für den Unterhaltungsverband Mittlere und Obere Wümme um 26 Prozent auf 8,5 Euro pro Hektar im Jahr 2020 ansteigen werden. „Das wird ein großer Aufwand für unsere Gemeinde“, stellte Hoppe fest. Nach erster Auskunft des Kämmerers Michael Fehling könnte dies wiederum eine Erhöhung der Grundsteuer A für landwirtschaftliche Anwesen in Zukunft erforderlich machen, um das neue Loch in der Gemeindekasse zu füllen.

Als Vertreter der Gemeinde Kirchwalsede hatte der Ratsherr Henning Böhling an der Versammlung des Unterhaltungsverbands teilgenommen und konnte daher die Gründe für die happige Beitragserhöhung schildern. Während der Versammlung wurde erläutert, dass die Aufgaben für den Naturschutz immer wichtiger würden und deswegen erhebliche Mehrkosten auf den Verband zukämen.

„Es sollen zum Beispiel Unterhaltungspläne durch Ingenieure erarbeitet werden, die alleine die Kosten um 60.000 Euro steigen lassen“, berichtete Böhling von der Sitzung. Nach Auskunft einer Vertreterin des Landkreises sei aber im Haushalt des Landkreises für diese Zwecke kein Geld da, weshalb diese Mehrkosten eins zu eins von den Mitgliedsgemeinden getragen werden müssten.

Auch bei den Reinigungskosten an sich sei eine Steigerung von insgesamt 65.000 Euro geplant. Zusätzlich belasteten das Budget des Unterhaltungsverbandes noch die zwingenden Sofortmaßnahmen im Hellweger Gebiet, wo für 86.000 Euro 1300 Tonnen Steine zur Stabilisierung einer großen Ausspülung eingesetzt mussten.

Bei der Versammlung seien die Mitgliedsgemeinden mit dem Vergleich getröstet worden, dass in anderen Verbänden schon 12,5 Euro pro Hektar fällig seien. Böhling informierte noch darüber, dass von dem Unterhaltungsverband fast 100 Kilometer Gewässer geräumt werden müssten.

Trotzdem planen die Ratsleute, den Verbandsvorsitzenden zur nächsten Sitzung einzuladen, um mehr Details über die Erhöhung zu erfahren.

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