Auf Ex-Campingplatz sollen Häuser stehen

Sportplatz wird zum Problem für das geplante Baugebiet

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Das geplante Baugebiet

Bothel - Der ehemalige Campingplatz am Rand des Botheler Dorfkerns soll Bauland werden. Das hat zumindest die Gemeinde vor. Allerdings könnte der benachbarte Sportplatz zum Problem werden. Im Extremfall könnten dem TuS nach einer Besiedlung des Baugebiets und möglichen Klagen der Hauseigentümer Nutzungseinschränkungen des Sportplatzes ins Haus stehen.

Darauf hat der Bremer Stadtentwickler Burkhard Lichtblau hingewiesen, der während der vergangenen Ratssitzung einen Masterplan für das Gebiet vorstellte. So listete Lichtblau mögliche negative Einflüsse auf, die der Planung widersprächen. Dabei haben sich die Fachleute an dem bestehenden Bebauungsplan orientiert, der derzeit nur den Betrieb eines Campingplatzes zulässt. Um die Bebauung zu ermöglichen, schauten sich die Planer mögliche Quellen an Geruchs- und Lärmemission an, ließen zahlreiche Gutachter den Bereich beurteilen und werteten einen möglichen Einfluss auf die Planung aus. 

Ruhezeiten am Wochenende notwendig

Das Ergebnis: „Der Sportstättenlärm ist für die Planung ein Problem. Nach neuesten Regelungen und Verordnungen ist zwar der Trainingsbetrieb auf der Sportanlage zu dulden, allerdings ist die Ruhezeit am Wochenende einzuhalten“, erläuterte der Planer. Wolle die Gemeinde die Planung weiter vorantreiben, könnten nur noch 18 Veranstaltungen pro Jahr auf dem Sportplatz innerhalb der Wochenend-Ruhezeiten stattfinden.

Auch die Flutlichtanlage habe einen negativen Einfluss auf das Planungsgebiet. Das habe ein Gutachter ermittelt, so Lichtblau. „Das kann man aber leicht abstellen, in dem man die Leuchtkörper austauscht und die Ausrichtung ändert.“ Alles Betrachtungen, die dem TuS Bothel nicht in den Kram passen werden, zumal der Verein den Bau einer Tribüne auf der Agenda hat.

Emissionen des Schweinestalls stellen kein Problem dar

Außerdem könne es laut Lichtblau auch einen möglichen Konflikt mit dem Bürgerhaus als Veranstaltungsort geben. „Das kann zu einem Problem werden, wenn nach einer Bebauung ein Anlieger vor Gericht ziehen würde. Aber dieses Problem besteht bereits seit Jahren.“

Die Emissionen der 430 Meter entfernten Biogasanlage und des Schweinestalls (730 Meter) seien hingegen zu vernachlässigen. Auch der landwirtschaftliche Betrieb nördlich des Bereichs in 220 Meter Entfernung spiele bei der Planung keine Rolle, da aufgrund der Windrichtung keine Emission auf das Planungsgebiet trifft. Nutzungskonflikte mit den Schulen und dem Freibad seien ebenfalls auszuschließen, so Lichtblau.

woe

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