Kunsthandwerk-Ausstellung

„Es sind alles Unikate“

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Die Engel und Spiralen zeigen Krubers filigrane Handarbeit.

Söhlingen - „Ich habe ein großes Gefühl für den Menschen“, erzählt Marion Kruber aus Söhlingen. Die 69-Jährige hat sich diese Eigenschaft zu eigen gemacht und agiert von ihrem Zuhause aus als Lebenberaterin und sorgt sich um verzweifelte Menschen.

Das ist aber nur eine Passion, der sie ihre Zeit widmet: Vor 15 Jahren fing die gebürtige Rotenburgerin mit dem Kunsthandwerk an und bastelt passend zur Weihnachtszeit Baumschmuck mit viel Liebe zum Detail. „Es sind alles Unikate“, verspricht Kruber. Ihre Werke möchte sie nun in ihren eigenen vier Wänden ab Sonnabend ausstellen. Profit will sie dabei keinen machen.

Ursprünglich wollte die gelernte Friseurin Maskenbildnerin werden, Kinder und Ehe waren ihr damals aber wichtiger, erzählt sie. Ihre Liebe zur Kunst habe sie aber nie aufgegeben und plant die Umsetzung ihrer eigenen privaten Ausstellung schon seit mehreren Jahren. „Ich bin trotz meines Alters noch voller Ideen. Viele Materialien muss ich gar nicht erst kaufen, sondern ich finde sie häufig auch im Wald.“ Ihre filigranen Werke stellte sie hin und wieder bei größeren Ausstellungen aus, so auch am 1. Advent bei den Rotenburger Werken sowie am 3. Advent im Heimathaus der Kreisstadt. Doch ihr eigentliches Projekt soll eben im eigenen Haus sein.

Wie in einem Winterwunderland

Sobald man das Haus von Marion Kruber betritt, ist es wie in einem Winterwunderland. Überall ist ihre Begabung zur Kleinkunst zu sehen: Weihnachtskugeln mit Schriftzügen, kleine Engel für den Weihnachtsbaum, Spiralen, die sie mit der Hand dreht, aber auch Etagere aus hochwertigem Porzellan, das sie regelmäßig auf Flohmärkten kauft, finden im Eingangsbereich Platz. Sogar Liköre und Marmeladen bietet die Söhlingerin an. 

Wie im Winterwunderland: Marion Kruber lädt ein in ihre private Kunstausstellung.

Als eine Art Markenzeichen zu verstehen sind ihre Smileys auf kleinen Holzkügelchen, die sich vor allem bei den Engeln wiederfinden. „Gerne verwende ich bei meinen Arbeiten auch Gold- und Silberfäden“, so die Künstlerin. „Ich mag eben Dinge, die das Herz erreichen. Ein Betonklotz zählt eher nicht dazu“, scherzt die 69-Jährige.

Um Profit gehe es ihr beim Kunsthandwerk nicht, die Kosten sollten aber gedeckt werden, den Überschuss möchte sie hingegen spenden. Auch habe Kruber keine Angst vor Konkurrenz. Im Gegenteil: „Ich zeige meinen Gästen auch gerne, wie ich arbeite.“ Wichtig ist ihr nur, dass Interessierte sich vorher bei ihr unter der Telefonnummer 04266 / 590 anmelden. „Größere Gruppen möchte ich vermeiden, da mir der persönliche Kontakt wichtig ist.“ Und falls mal etwas von den erworbenen Kunstwerken kaputt gehen sollte, „kann ich das auch reparieren“, sagt Kruber. Von Sonnabend bis zum 20. Dezember öffnet die Künstlerin nach Absprache ihre Türen.

Von Joris Ujen

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