Entwicklung des ehemaligen Campingplatzes zum Wohngebiet

SPD sieht Konflikte auf die Gemeinde Bothel zukommen

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Elke Stollberg (v.l.), Irene Wiebe, Frank Samland, Sascha Murso und Erika Schmidt gefällt die angedachte für den ehemaligen Campingplatz in Bothel.

Bothel - Erhebliches Konfliktpotenzial sieht die SPD-Fraktion im Gemeinderat Bothel auf den Ort zurollen, wenn die CDU-Mehrheit im Gemeinderat ihre Planung in die Tat umsetzt, das ehemalige Campingplatzareal mitten im Ort in ein Wohngebiet umzuwandeln und es zu 100 Prozent zu bebauen.

Und so kritisiert die SPD-Fraktion nicht nur die angedachte Planung, sondern auch das Schweigen der CDU zu diesem Thema. Die SPD fordert von der Verwaltung ein Planungskonzept, damit mögliche Konflikte erst gar nicht aufkommen. Diese Kritik haben der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Sascha Murso, und seine Fraktionskollegin und ehemalige Bürgermeisterin Erika Schmidt in einem Gespräch mit der Presse geäußert. „Wir als SPD sehen die Planung sehr kritisch, weil genau nebenan die Sportplätze liegen und die Planung den Sportbetrieb einschränken würde. Das hat der beauftragte Planer in der jüngsten Ratssitzung eindrucksvoll dargelegt“, schildert Murso.

Vollständige Bebauung könnte Sportbetrieb beeinträchtigen

Nach dem Kauf des Areals durch die Gemeinde in ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin, so Erika Schmidt, hätten die Rotenburger Werke über den Bau einer Fördertagesstätte mit Wohngruppen dort nachgedacht. Ein Investorenpool habe erwogen, auf zwei Drittel der Fläche eine Seniorentagesstätte mit einer Pflegeeinrichtung und separaten Wohneinheiten zu bauen. „Beide Ideen hat die Gemeinde nicht mehr weiter verfolgt, weil sich mit der Wahl die Mehrheiten im Rat geändert haben und die CDU das gesamte Areal vollständig in ein Baugebiet umwandeln will“, formuliert Erika Schmidt. „Wir befürchten, dass eine vollständige Bebauung unmittelbar neben den Sportplätzen nicht nur den Spielbetrieb mit seiner Geräuschkulisse einschränkt, sondern auch die Entwicklung des TuS Bothel und der JFV Wiedau-Bothel mit ihren 18 Fußballmannschaften gefährdet.“ Es brauche sich nur einer gestört zu fühlen und wegen der Geräuschkulisse der naheliegenden Sportanlage zu klagen, so Murso.

Schmidt und Murso schlagen deshalb vor, „nur ein Drittel der Fläche als Wohngebiet zu entwickeln, von den Tennisplätzen in einer Linie hinter der Grundschule bis zum Plangebiet einen Lärmschutzwall im Bereich Winterloh aufzuschütten und ein zusätzliches Baugebiet an anderer Stelle in der Gemeinde zu bezahlbaren Preise zu planen“, erklärte die SPD abschließend.

woe

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