Bewerbung für Dorfentwicklungsprogramm

100 Seiten voller Ideen für zukunftsfähige Orte

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Die Bürgermeister der beteiligten Gemeinden Manfred Struck (v.l.), Heinz Meyer, Ursula Hoppe und Rolf Lüdemann mit dem Planer Andreas Ackermann (stehend) unterzeichnen den Antrag

Bothel - Von Tobias Woelki. 100 Seiten enthält der Antrag. Der ist vollgepackt mit vielen Zukunftsideen, mit denen sich die vier Gemeinden Bothel, Brockel, Kirchwalsede und Hemsbünde als Dorfregion Wiedau-Walsede um die Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm bewerben.

Während der gut besuchten Bürgerversammlung im Botheler Bürgerhaus unterzeichneten die vier Bürgermeister Heinz Meyer, Rolf Lüdemann, Ursula Hoppe und Manfred Struck aus Bothel, Brockel, Kirchwalsede und Hemsbünde den Antrag im Beisein von Planer Andreas Ackermann.

Der hatte in den vergangenen Wochen zu verschiedenen Ideenwerkstätten eingeladen, die in den jeweiligen Orten alle sehr gut besucht waren.

Alle Gedankenspiele aus dem Bereich Landwirtschaft, Freizeit, Tourismus und Entwicklung der Dorfregion hat der erfahrene Planer, der vor Jahren im Landkreis Rotenburg die Dorferneuerung in Mulmshorn und Selsingen begleitet hatte, in einem Projektspeicher gebündelt und daraus den Antrag um Aufnahme in das Dorfentwicklungsprogramm formuliert, den auch der Landkreis Rotenburg befürwortet. Das stellte Ulrike Jungemann vom Landkreis noch einmal ausdrücklich klar.

„Leitbild der Dorfregion Wiedau-Walsede ist die Schaffung einer generationsgerechten Zukunft in einer intakten Landschaft mit einer guten Lebensqualität von Bürgern für Bürger“, betonte Ackermann.

Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen im Fokus

So sollen die Dorfgemeinschaft und das Ehrenamt im Verbund gefördert und Leerstände in den Ortschaften sinnvoll umgenutzt werden. Weiter steht auch die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen – auch digitale – im Mittelpunkt. Der sanfte Tourismus soll ausgebaut werden und die Landwirtschaft erhalten bleiben. „Insgesamt haben wir 130 Ideen gesammelt“ listete Ackermann auf. Dazu gehören unter anderem Seniorenwohnungen, der Aufbau eines Demenzdorfes, Angebote für Jugendliche, ein Dorfcafé, ein Freilufttheater, ein Friedwald, ein Skaterplatz, Konzepte für leer stehende Gebäude, 1 000 Bäume für die Region und die Umgestaltung der Hemsbünder Straße in Bothel. Ackermann: „Die Aufnahmephase dauert ein halbes Jahr, die Planung ein Jahr und die Förderphase bis zu acht Jahren, wobei öffentliche und private Projekte gefördert werden können.“

Ob die Dorfregion Wiedau-Walsede aber in das Programm aufgenommen wird, ist aktuell allerdings noch unklar. Ackermann: „Wenn die Dorfregion diesmal nicht reinkommt, dann stellen wir den Antrag im nächsten Jahr noch einmal.“

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