Süderwalseder Rat will Abwanderung verhindern

Schwierige Suche nach einem geeigneten Baugebiet

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Westlich von Süderwalsede kann wegen der im Dorf entstehenden Gerüche nicht gebaut werden. 

Westerwalsede - Von Henning Leeske. Die Geruchsimmissionsrichtlinie (Girl) des Landes Niedersachsen verhindert vorerst die Ausweisung eines neuen Baugebietes in der Ortschaft Süderwalsede.

Der Gemeinderat hatte eine im Volksmund „Miefgutachten“ genannte Analyse beim Fachmann in Sachen Gerüche, Professor Jörg Oldenburg, in Auftrag gegeben und während der vergangenen Sitzung die ersten Zwischenergebnisse verkündet.

Bisher konnten die Immissionen der in Nutzung befindlichen landwirtschaftlichen Anlagen berücksichtigt werden. Das Resultat ist, dass das Gebiet westlich von Süderwalsede in Richtung Wedehof laut Gutachten nicht in Frage kommt.

Gutachten soll Standort klären

Der Rat hatte aufgrund der Besitzverhältnisse dort schon ein potenzielles Wohngebiet angedacht, aber der zehnprozentige Grenzwert für Geruchsbelästigungen werde nach den Berechnungen des Experten weit überschritten. „Wir als Gemeinderat sind uns dem Bedarf an Bauplätzen in Süderwalsede sehr bewusst, aber leider sind die bisherigen Versuche nicht fruchtbar gewesen“, sagte der Bürgermeister Jochen Hestermann (CDU). Auf Nachfrage erläuterte Hestermann die bisherigen Schritte des Rates: „Wir haben bei den Baugebieten keinen Favoriten, wissen aber, wo es überhaupt gehen könnte.“ Im Bereich „Zum Schünenkamp“ sei beispielsweise Eigenbedarf angemeldet worden und daher ein Angebot seitens der Gemeinde schwierig. Der Fokus solle sowieso auf eine Innenentwicklung gelegt werden und das fertige Gutachten soll Klarheit bringen. Denn in das Gutachten müssen noch die landwirtschaftlichen Emittenten berücksichtigt werden, die zwar schon stillgelegt sind, aber noch Bestandsschutz haben. Es könnte ja sein, dass der Betrieb wieder reaktiviert würde, heißt es sinngemäß in der Richtlinie. Nur durch eine Verzichtserklärung des Bestandsschutzinhabers könnte diese Geruchsquelle aus dem Modell genommen werden.

„Um eine weitere Abwanderung aus der Ortschaft zu verhindern, lässt sich hoffentlich eine Lösung finden.“, so Hestermann.

In zwei Monaten soll die umfangreiche Nachforschungsarbeit beendet sein und das Endergebnis des Gutachtens in der Dezembersitzung des Rates vorgestellt werden. 

lee

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