Unbekannte verwüsten Beobachtungsturm

Schweinerei im Moor

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Mit Fäkalien beschmiert und vorerst geschlossen: der Beobachtungsturm im Großen und Weißen Moor. Heiko Rosebrock (v.l.), Naturschutz-Mitarbeiter Rainer Rahlfs und Janine Käding machen sich vor Ort ein Bild.

Kirchwalsede - Von Wieland Bonath. Thema und Wetter passen zusammen: Der beschmierte Beobachtungsturm am Moordamm des Großen und Weißen Moores und der graue, regnerische Herbsttag. Hier im Naturschutzgebiet bei Kirchwalsede gibt es Menschen, die nicht über die Schönheiten der Natur staunen, sondern die – aus welchen Gründen auch immer – zerstören wollen.

Der Holzturm, Ziel zahlreicher Naturfreunde, die aus etwa fünf Metern Höhe unter anderem Kraniche und Damwild in der weiten Moorlandschaft beobachten wollen, ist für Besucher seit etwa einer Woche gesperrt. 

Der Landkreis informiert an der geschlossenen Treppe: „Der Turm bleibt bis auf weiteres gesperrt, da der Beobachtungsraum innen massiv mit menschlichen Fäkalien verschmutzt wurde. Eine Freigabe erfolgt erst, wenn die erforderliche Säuberung durch eine Fachfirma abgeschlossen ist. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.“

Täter treiben zum dritten Mal ihr Unwesen

Bei einem Kontrollgang hatte Heiko Rosebrock, Mitarbeiter des Pflegetrupps beim Amt für Naturschutz und Landschaftspflege, vor einer Woche den völlig verschmutzten Beobachtungsraum entdeckt. Überall menschliche Fäkalien, Kakaoreste an den Holzwänden verteilt, Papiermüll in den Ecken. 

Der oder die unbekannten Täter haben seit der Einrichtung der Wanderwege durch das Große und Weiße Moor vor sechs Jahren durch den Nabu und den Landkreis insgesamt dreimal ihr Unwesen getrieben. Ein weiterer unbekannter Täter mit absurden Ideen verwechselt die mit Holzhackschnitzeln belegten Wege durch das Naturschutzgebiet mit einem Müllplatz: Kleine Plastikschnipsel und Metallteilchen werden auf langen Strecken verteilt.

Der Beobachtungsturm ist vorerst geschlossen, niemand kann sich zur Zeit von seiner Wanderung durch die Natur ausruhen und die Stille genießen, der Landkreis muss einen größeren Betrag aufwenden, um den Turm säubern zu lassen.

Janine Käding, Leiterin des Amtes für Naturschutz und Landschaftspflege: „Wir sind sprachlos und entsetzt. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, was jemanden zu diesem Verhalten verlassen kann. Wir hoffen, dass wir durch Hinweise aus der Bevölkerung den oder die Verursacher ermitteln können.“

Hinweise telefonisch unter 04261 / 9832800.

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