Dorferneuerung: Hemsbünde und Kirchwalsede unter der Lupe

Schwachstellen im Blick

Der Tennisplatz in Hemsbünde ist in einem schlechten Zustand. Die Anwohner würden eine Umnutzung begrüßen. Foto: Woelki

Hemsbünde/Kirchwalsede – Die Dörfer mit anderen Augen sehen, das erlebte die Gruppe, die im Rahmen der Verbunddorferneuerung Wiedau-Walsede die Gemeinden Hemsbünde und Kirchwalsede besichtigt hat. In beiden Gemeinden sprachen Bürger zum Beispiel die Ortseinfahrten an. Nach ihrer Wahrnehmung fahren viele Autofahrer dort nämlich mit einem zu hohen Tempo in die Ortschaften hinein. Die Anwohner wünschen sich geeignete Maßnahmen, um die Autofahrer darauf hinzuweisen, dass sie in eine Ortschaft fahren und den Fuß vom Gaspedal nehmen.

Auch die Beleuchtung von Bushaltestellen haben die Anlieger thematisiert. Entweder existiert keine Beleuchtung oder sie ist defekt. Ähnlich verhalte es sich auch mit den Gehwegen, „die nach Empfinden der Bürger schlecht beleuchtet seien“, erklärte Volker Behr, Bauamtsleiter der Samtgemeinde Bothel, der die Tour durch die beiden Gemeinde begleitet hatte. In Hemsbünde sprach die Gruppe, die zeitweise mehr als 30 Bürger zählte, demnach die unansehnlichen Spielflächen und das Vereinshaus am Tennisplatz an. Dieser sollte daher bestenfalls umgenutzt werden, empfahlen die Hemsbünder.

Gegenüber der Krippe an der Durchgangsstraße nach Bothel hat die Gemeinde Hemsbünde vor Jahren ein Areal erworben, auf dem aktuell ein Friseur und der Bauhof untergebracht sind. Es gebe Überlegungen, auf der Fläche eine Tagespflege für Senioren einzurichten. Mit einem möglichen Partner hat die Gemeinde Gespräche aufgenommen und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Ob das Gebäude abgerissen und neu aufgebaut oder umgebaut wird, ist noch zu klären. Als nächste Station hielt die Gruppe in Hassel an einem landwirtschaftlichen Betrieb an, der an der Bundesstraße liegt. Der Inhaber erwägt, dort einen Hofladen einzurichten.

Die Reise führte weiter nach Riekenbostel bei Kirchwalsede. Dort erlebe der Tourismus Aufwind, seitdem der Nordpfad ausgewiesen wurde, so Behr. Oftmals würden Auswärtige den kleinen Parkplatz ansteuern und durch die idyllisch gelegene Landschaft wandern. Vor diesem Hintergrund erwägt die Gemeinde, den Dorfplatz aufzuwerten.

Im Nachbarort Kirchwalsede beschäftigte sich die Gruppe mit zwei großen Themen: dem geplanten Vereinsheim an der Sporthalle und dem ehemaligen Sparkassengebäude. Dort ist zurzeit die Landjugend untergebracht, was aber voraussichtlich nicht von Dauer sein kann, weil die Gemeinde als Eigentümer das Gebäude auf absehbare Zeit selbst nutzen möchte – der Kindergarten soll dort einziehen. woe

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