Rat verabschiedet Haushalt für 2022

Personalkosten der Samtgemeinde Bothel auf Rekordhoch

Die verabschiedeten ehemaligen Ratsmitglieder mit Dirk Eberle (r.).
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Die verabschiedeten ehemaligen Ratsmitglieder mit Dirk Eberle (r.).

Bothel – Den ausgeglichenen Haushalt der Samtgemeinde Bothel für 2022 hat der Rat während der vergangenen Sitzung verabschiedet. Kämmerer Henrik Koopmann verwies dabei auf eine wenige Tage alte Rechtsgrundlage des Landes hin, die es der Samtgemeinde ermöglicht, ihren Liquiditätskredit auf 2,1 Millionen Euro anzuheben. „Ob wir das Geld benötigen, können wir derzeit nicht sagen, aber wir haben erst einmal ein Polster“, erklärte der Kämmerer.

Und so votierte der Rat mit dem Zusatz, die Liquiditätskreditlinie anzuheben, für den Haushalt, der ein Volumen von 7,3 Millionen Euro und einen geplanten Überschuss von 94 000 Euro im Ergebnishaushalt aufweist.

Durch wachsende Aufgaben stellt die Samtgemeinde im kommenden Jahr sechs neue Mitarbeitende ein, darunter einen Klimamanager, Personal für das Bauamt, für den Bereich Finanzen und für die Digitalisierung. Damit vergrößert sich der Personalstamm der Verwaltung auf 64 Arbeitnehmer und vier Beamte, was 43,3 Vollzeitstellen entspricht. „Die Personalkosten werden über die Grenze von drei Millionen klettern“, so Koopmann.

An Vorhaben und Investitionen plant die Samtgemeinde eines der drei Vererdungsbeete an der Kläranlage für 300 000 Euro zu entleeren sowie ein viertes Beet einzurichten, wobei die Flächen noch zu erwerben sind. Die Neuanlage inklusive des Flächenerwerbs kostet 370 000 Euro. „Die gestiegenen Bewirtschaftungskosten belasten uns mit 4,4 Prozent zusätzlich. Eine Million Euro an Schlüsselzuweisung erhalten wir vom Land. Um unsere Aufgaben zu finanzieren, müssen wir die Samtgemeindeumlage anheben. Mit den geplanten Einnahmen sollten wir in 2022 hinkommen“, erklärte Bothels Chefrechner. Ferner plant die Samtgemeinde, die Turnhalle in Hemslingen für 400 000 Euro energetisch zu sanieren und ein neues Tanklöschfahrzeug für die Ortswehr Kirchwalsede für 470 000 Euro anzuschaffen. Da das Rathaus aus allen Nähten platzt, soll es erweitert werden. An Planungskosten stehen dafür 50 000 Euro im Haushalt. 2023 soll der Anbau starten. „Insgesamt belaufen sich die Investitionen auf 1,8 Millionen Euro, wobei wir einen Kredit in Höhe von einer Million Euro aufnehmen müssen. Wir rechnen mit 728 000 Euro an Zuschüssen aus öffentlichen Töpfen, darunter für die Hallensanierung in Hemslingen und dem Kauf des Feuerwehrfahrzeuges“, rechnete Bothels Kommunenkassenwart vor.

Ursula Hoppe (CDU), Vorsitzende des Finanzausschusses, erklärte: „Wir haben im Ausschuss den Haushalt einstimmig empfohlen. Der zusätzliche Workshop hat dabei geholfen, das Zahlenwerk besser zu verstehen. Allerdings werden wir den Gürtel künftig enger schnallen müssen.“

Hans-Jürgen Dahlmann (FDP), Sprecher der Gruppe Grüne/BLM/FDP, sagte: „Die Corona-Pandemie wird sich auch auf die Samtgemeinde auswirken. Wir müssen sorgsam mit dem Haushalt umgehen und Reserven aufbauen. Hierfür möchte ich den Rat sensibilisieren, damit wir Korrekturen vornehmen können, auch mit Blick auf die Darlehen und die Tilgung. Denn die Tilgung steigt.“

Zu Beginn der Sitzung würdigte Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle das Engagement der ausgeschiedenen Ratsmitglieder. Mit lobenden Worten bedankte sich der Verwaltungschef bei Günter Röhrs aus Süderwalsede und Heidi Röhrs aus Söhlingen für 25 Jahre im Rat, bei Werner Meyer aus Brockel seit 1978 mit Unterbrechung 18 Jahre dabei, bei Hermann Dodenhoff aus Bothel (15), bei Birgit Brennecke (10) aus Söhlingen, bei Cord Heinrich Müller aus Bellen, Henning Böhling aus Kirchwalsede, Silke Döbel aus Hemslingen und Lothar Sause aus Brockel für fünf Jahre Mitarbeit.

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