„ExxonMobil“ hat Genehmigung für Anlage Anfang 2017 im Visier

Reststoffbehandlung in Bellen: Bürgerbeteiligung startet

„ExxonMobil“ möchte eine Reststoffbehandlung in Bellen errichten. - Foto: dpa

Bellen - Das Erdgasunternehmen „ExxonMobil“ möchte eine Reststoffbehandlungsanlage in Bellen errichten und hat nun einen entsprechenden Antrag beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) in Hannover eingereicht. Nachdem Exxon seine Pläne bereits im Winter der Bevölkerung vorgestellt hatte, soll nun vorgeschriebene Öffentlichkeitsbeteiligung folgen.

Das Erdgasunternehmen möchte nicht viel Zeit verlieren. „Wir hoffen, dass die Öffentlichkeitsbeteiligung noch Ende August beginnt“, so Exxon-Sprecher Hans-Hermann Nack, der damals die Infoveranstaltung in der Hemsbünder Mehrzweckhalle moderierte. Mit der Anlage möchte das Unternehmen das bei der Reinigung von Erdgasanlagen-Teilen benutzte Wasser in Bellen zentral sammeln, aufbereiten und zur Entsorgung für Fachfirmen bereitstellen.

Die Antragsunterlagen von „ExxonMobil“ würden bereits Anregungen von Bürgern widerspiegeln, die diese im Anschluss an die Informationsveranstaltung im Januar geäußert hatten, teilt das Unternehmen mit. So werde die Anfahrtsstrecke aus Richtung Norden – durch den Trochel – nicht mit weiterem Tanklastwagenverkehr belastet. Außerdem würden die Unterlagen einen zusätzlichen Schutz vorgesehen, falls ein Fahrzeug gegen die Halle fährt und diese dadurch beschädigt.

Landesamt prüft Unterlagen

Das LBEG hat indes bestätigt, den Antrag für die Reststoffbehandlungsanlage zu bearbeiten. „Zurzeit prüfen die Experten des Landesamtes, ob der Antrag vollständig und richtig ist. Dabei werden neben dem Antrag selbst auch die beigelegten Unterlagen geprüft, die dem Nachweis dienen, dass die Anlage unbedenklich ist“, schreibt es in einer Mitteilung und weist darauf hin, dass nach dem Bundesimmissionsschutzgesetzt die Anlagen bestimmten technischen Anforderungen entsprechen müssen. Für die Emissionen der Anlagen seien bestimmte Grenzwerte festgesetzt sind, die nicht überschritten werden dürften.

Sollte der Exxon-Antrag vollständig und richtig sein, wird das LBEG die Unterlagen auf seiner Homepage veröffentlichen. Daneben sollen dann auch die Zeiten und Orte bekanntgegeben werden, wo die Antragsunterlagen auch in Papierform eingesehen und wo etwaige Einwendungen vorgebracht werden können. Bereits im November vergangenen Jahres sei eine Prüfung durch das Landesamt zu dem Ergebnis gekommen, dass für die Anlage keine Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich sei, heißt es.

Wenn die Beteiligung der Öffentlichkeit abgeschlossen ist, möchte sich Exxon mit den Einwendungen befassen. Danach ist vom Landesamt ein öffentlicher Erörterungstermin vorgesehen, so das Unternehmen. „Wir erwarten diesen zum Jahresende, sodass wir auf eine Erteilung die Genehmigung im ersten Quartal kommenden Jahres bauen“, erklärt Nack abschließend. J mro

www.reststoffbehandlungsanlage-soehlingen.de

www.lbeg.niedersachsen.de

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