CORONA UND DIE FOLGEN Es geht wieder los

Restart des offenen Gemeindehauses

Heidrun Junck (v.l.), Sabine Lüdemann, Manuela Henke und Karin Lindhorst vor dem Gemeindehaus in Kirchwalsede.
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Das markante gelbe Schild stellen Heidrun Junck (v.l.), Sabine Lüdemann, Manuela Henke und Karin Lindhorst in der kommenden Woche wieder gut sichtbar an die Straße.

Eine lange Pause geht am Dienstag zu Ende: Das Kirchwalseder Gemeindehaus sperrt seine Pforten für die „offenen Nachmittage“ auf. Erst vor drei Jahren hatte es den Startschuss gegeben, jetzt hoffen die Initiatorinnen, an die Vor-Corona-Zeit anzuknüpfen.

Kirchwalsede – Einen Treffpunkt mitten im Ort schaffen für Jung und Alt, groß und klein. Das war die Vision von neun Frauen, die sich 2018 zu einem Orga-Team zusammengeschlossen haben, um in das Kirchwalseder Gemeindehaus noch mehr Leben zu bringen. Es geht darum, einander, aber auch das Gemeindehaus kennenzulernen – ein Gebäude, das für alle da ist, aber nicht von allen genutzt wird. Das hat auch mehr als ein Jahr lang wunderbar funktioniert – die Nachmittage wurden gut angenommen, erinnern sich Heidrun Junck, Karin Lindhorst, Sabine Lüdemann und Manuela Henke. Doch dann kam Corona – und alles wurde eingestellt. Jetzt soll es aber wieder losgehen.

Rückblick: Die Idee war vor drei Jahren aufgekommen, da es zwar mehrere Angebote gab, für die das Gemeindehaus genutzt wurde, aber alle mit einem Programm wie gemeinsamem Singen oder Vorträgen verbunden waren. „Es gab nichts, wo man einfach nur mal zusammenkommen konnte“, erinnert sich Lindhorst – einfach nett zusammensitzen, sich unterhalten, neue und alte Bekannte treffen. In Zeiten, in denen das Smartphone ein ständiger Begleiter ist, war es ihnen wichtig, eine Plattform zu schaffen, wo man sich begegnen kann, aus dem Haus kommt und andere Menschen aus dem Ort kennenlernt. Kleine „Auszeiten vom Alltag“ nehmen, wie es Lindhorst nennt. Denn: „Wir haben ein tolles Gemeindehaus – warum es nicht nutzen?“

Niedrigschweliiges Angebot

Die Kirchengemeinde ist einverstanden, dass es unter ihrem Dach stattfindet, Veranstalter ist aber das Orga-Team. Es ist eine offene Runde, jeder aus Kirchwalsede und den umliegenden Dörfern ist willkommen. Manche kommen alleine, manche mit Freunden oder auch Radfahrergruppen kehren auf einen Kaffee mit selbst gebackenem Kuchen ein, den die Frauen vorbereiten. „Es ist für jeden offen, ohne Anmeldung, das ist uns wichtig“, so Henke – ein niedrigschwelliges Angebot. Der Zulauf ist gut, meist sind es mehr als 20, mitunter mehr als 30 Besucher. Nur einmal sei der Nachmittag sehr verhalten angenommen worden.

Anfangs hatten sie einen Testlauf geplant, um zu sehen, ob es überhaupt angenommen wird. Doch schnell ist klar: Das offene Gemeindehaus ist ein gern genutzter Anlaufpunkt. „Da sind schon tolle Gespräche entstanden“, erklärt Lindhorst, die sich mit ihren Mitstreiterinnen dazu setzt, wenn die Arbeit getan ist. „Manchmal sind es auch Alltagsprobleme oder Sorgen, über die man gemeinsam sprechen kann.“

Was aber auffällt: Die Nachmittage werden vorrangig von Älteren besucht. Das sei sehr schön, sind sich alle einig, würden sich aber auch wünschen, dass noch mehr junge Menschen, gerne auch mit Kindern, dazukommen. Jung und Alt gemeinsam, davon profitieren alle, sind sich die vier Frauen und die anderen Orga-Teammitglieder sicher.

Restart mit 3G-Regel

Doch mit Pandemiebeginn im Landkreis Rotenburg wird das offene Gemeindehaus erst mal eingestellt. Keine Treffen, kein geselliges Miteinander – dass das fehlt, erfahren die Ehrenamtlichen in mehreren Gesprächen, immer wieder taucht die Frage auf: Wann geht es denn wieder los? Um zu zeigen, dass sie da sind, haben sie zu Weihnachten im vergangenen Jahr kleine Geschenktüten gebastelt und verteilt. Abgesprungen aus dem Team ist in der ganzen Zeit keine, was Lindhorst sehr freut. „Und es ist toll, so eine große Gruppe zu sein, dann artet es nicht in Arbeit aus.“

Einen kurzen Start wagten die Frauen im Sommer, doch Besucher wollten „ganz oder gar nicht“, sagt Lüdemann. Und man habe sich an alle Regeln der Landeskirche halten wollen, daher sei abgewartet worden. Der Zeitpunkt für einen Restart scheint nun gekommen, und so plant das Orga-Team für Dienstag, 2. November, ein offenes Gemeindehaus. Von 14.30 bis 17 Uhr, macht das markante gelbe Straßenschild wieder auf den Nachmittag aufmerksam. Aber: Er findet unter der 3G-Regel statt. Besucher müssen nachweislich genesen, geimpft oder aktuell negativ getestet sein. „Das wird für uns eine Herausforderung“, meint Lindhorst. „Aber alle sollen sich sicher fühlen.“

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