Rektorin als Baufachkraft

Schulleiterin Annemarie Dollinger geht in Ruhestand

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Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle bedankt sich bei Annemarie Dollinger.

Bothel - Noch kurz bevor es ans Kofferpacken geht, gab es doch noch die Entlassungsurkunde: Elke Oppermann von der Landesschulbehörde übergab am Montagmittag der scheidenden Leiterin der Botheler Oberschule Wiedau-Schule, Annemarie Dollinger, die offizielle Entlassungsurkunde. Die 63-Jährige hat nämlich die Chance ergriffen, auf Antrag in den Ruhestand zu wechseln. „Und in den nächsten Tagen geht es mit Mann und Wohnmobil nach Nordafrika“, freut sich Dollinger.

Weil sie ihr Büro an der Großbaustelle Wiedau-Schule bereits im vergangenen Herbst geräumt hatte, fällt der Abschied von Kollegen und Schülern jetzt nicht mehr ganz so schwer: „Man gewöhnt sich recht zügig an das Pensionärsleben.“

Und das gönnt ihr Neu-Ruheständlerin Evelyn Dorweiler, ehemalige schulfachliche Dezernentin der Landesschulbehörde, von Herzen, denn wenn man „körperlich und geistig noch fit ist, kann ich nur jedem empfehlen, rechtzeitig die Freiheit nach dem Leben für die Arbeit zu genießen“. Dorweiler hatte Dollinger versprochen, es sich nicht nehmen zu lassen, sie auch nach ihrer eigenen Dienstzeit gebührend zu verabschieden.

Elke Oppermann (r.) von der Landesschulbehörde übergibt Annemarie Dollinger die Entlassungsurkunde.

In den vergangenen Wochen und Monaten musste sich die Rektorin, die im Februar 1998 als Realschullehrerin an die Botheler Wiedau-Schule kam, wohl oder übel neben ihren eigentlichen Aufgaben als Schulleiterin auch ein wenig als Bau-Sachbearbeiterin betätigen. Denn die Erweiterung des Schulgebäudes erforderte bei den regelmäßigen Besprechungen aktive Mithilfe.

„Dafür gibt es natürlich ein dickes Dankeschön“, so Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle, der Dollinger einlud, sich nach der Fertigstellung schnellstmöglich ein Bild von der neuen Mensa und den vielen Fachräumen zu machen.

Die scheidende Rektorin dankte ihren langjährigen Kollegen für die loyale Mit- und Zusammenarbeit in den vergangenen Jahrzehnten. „Das ist für mich ganz wichtig, wenn man sich auf das Kollegium verlassen kann.“ Sie wisse, dass auf die Lehrkräfte in den kommenden Monaten viel Arbeit zukommen werde, vor allem, wenn die neuen Räume bezogen würden. „Aber ich bin sicher, dass meine nun ehemaligen Kollegen das problemlos bewältigen werden“, so Dollinger, die am 1. Februar 2005 Konrektorin an der Wiedau-Schule geworden war und exakt fünf Jahre später die Schulleitung kommissarisch übernommen hatte, bevor sie im September 2010 den Chefsessel besetzen durfte.

Ihr Nachfolger steht noch nicht fest. Laut Samtgemeindebürgermeister Eberle befasse sich zurzeit die Landesschulbehörde mit der Besetzung, sodass wohl schon bald mir einer neuen Rektorin oder einem neuen Rektor zu rechnen sei, der sich auf viel Platz und in einer nach der Erweiterung dann modernen Bildungseinrichtung freuen dürfe.

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