Brockeler Rat für Strecke nach Rotenburg

Radwegpläne reifen

Ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, als die Bahnstrecke noch aktiv war: Ein Prellbock für Züge gammelt am Brockeler Bahnhof seit Jahrzehnten vor sich hin. Fotos: Wieters

Brockel - Von Tobias Woelki. Die Beteiligung am gemeinsamen Bauvorhaben eines Fahrradweges von Brockel, Ortsteil Bahnhof, nach Rotenburg hat der Rat der Gemeinde Brockel während der vergangenen Sitzung einvernehmlich beschlossen.

Die Gemeinde Brockel übernimmt die anteiligen Planungskosten und die für den noch zu stellenden Förderantrag für den in ihrem Gemeindegebiet liegenden Streckenabschnitt von 883 Metern. Das Ganze schlägt mit 5 388,44 Euro zu Buche. Abgerechnet wird dann später aber nach tatsächlichem Aufwand.

Die Planungen sind schon uralt, denn bereits im Februar 2004 haben beim Landkreis Rotenburg Vorgespräche über den eventuellen Radwegebau auf der alten Bahntrasse vom Bahnhof Brockel bis nach Rotenburg stattgefunden. Seither hat es immer wieder Versuche gegeben, den Radweg mit Hilfe von Fördermitteln zu realisieren - allerdings immer wieder auch vergeblich, sodass das Vorhaben lange Jahre in einer Schreibtischschublade verschwunden war.

Im Rahmen der Radwegeerweiterung des Sandhasenwegs hatte die Stadt Rotenburg im August 2017 angefragt, ob „die Samtgemeinde Bothel oder zumindest die Gemeinden Brockel und Hemsbünde Interesse an einem Ausbau des Radweges hätten und eine gemeinsame Kooperationsgemeinschaft denkbar“ wäre.

„Die Gemeinden Hemsbünde und Brockel haben in Gesprächen betont, dass sie grundsätzlich großes Interesse an der Realisierung eines Fahrradweges zwischen Brockel und Rotenburg hätten“, so Bürgermeister Rolf Lüdemann (CDU) während der Ratssitzung. Das hätten sie auch dem Rotenburger Bürgermeister Andreas Weber (SPD) mitgeteilt.

Im Februar 2018 hatte Bothels Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle angeboten, dass sich das Bauverwaltungsamt des Rathauses dem Projekt annimmt, was die beteiligten Kommunen befürwortet haben. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 50 436,16 Euro, wovon die Gemeinde Brockel einen Anteil für 883 Meter Wegstrecke auf gemeindlichem Gebiet zu tragen hat.

Die Samtgemeindeverwaltung hat sich zudem um eine finanzielle Förderung des Vorhabens bemüht und ist dabei auf den Bundeswettbewerb „Projekte zum Klimaschutz durch Stärkung des Radverkehrs“ aufmerksam geworden.

Eine entsprechende Antragstellung kann ab August 2019 erfolgen. Aus diesem Programm besteht Aussicht auf eine Förderung von 65 Prozent mit der weiteren Möglichkeit der Bezuschussung aus anderen Fördertöpfen, ohne dass die erstgenannten Fördermittel gekürzt würden.

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