Botheler Union fordert Revidierung der Verkehrsmaßnahme in Ortsdurchfahrt

Radler sollen Gehweg nutzen

Die Ortsdurchfahrt in Bothel ist häufig stark frequentiert.

Bothel - Die Botheler CDU will Radlern im Ort die Möglichkeit geben, wieder den Gehweg zwischen der Einmündung „Am Sägewerk“ und dem Ortsausgang Richtung Brockel an der Kreisstraße 209 nutzen zu dürfen. Einen entsprechenden Antrag habe die Fraktion laut Mitteilung jetzt der Bürgermeisterin Erika Schmidt geschickt.

Schon in der nächsten Sitzungsrunde im September sollte die Thematik in den zuständigen Gremien behandelt und folgender Beschluss gefasst werden: „Die Bürgermeisterin wird beauftragt, bei den Vertretern der Straßenbaulast unverzüglich die Wiederherstellung der Nutzungsberechtigung für Radfahrer auf den Gehwegen an der Kreisstraße 209 zu beantragen.“

Laut CDU-Fraktionschefin Regina Woltmann hätten sich viele Bürger beklagt, dass sie als Radfahrer den Fußweg nicht mehr benutzen dürften. Hintergrund sei laut Woltmann, dass im Rahmen der Verkehrsschau im Juni 2013 laut Niederschrift im Einvernehmen mit der Bürgermeisterin angeordnet worden sei, die Verkehrsschilder für gemeinsam genutzte Fuß- und Radwege weitestgehend zu entfernen.

„Begründet wurde dies damit, dass wegen der Fahrbahnbreiten und der eher geringen Fahrzeugfrequenz auf den Straßen der Radverkehr auf der Fahrbahn geführt werden könne. Hinzu komme die nicht ausreichende Breite des bisher gemeinsam genutzten Fuß- und Radwegs“, schreibt Woltmann.

Aus Sicht der CDU-Fraktion sei die Begründung der nicht ausreichenden Breite der Gehwege nicht haltbar. Sowohl in der Stadt Rotenburg als auch in anderen Umlandgemeinden seien die gemeinsam genutzten Geh- und Radwege häufig nicht breiter und dennoch sei dort eine gemeinsame Nutzung möglich. „Zudem ist über Unfälle in Jahrzehnten des Befahrens der Botheler Gehwege mit dem Fahrrad nichts bekannt“, so Woltmann. Verkannt werde zudem, dass die Kreisstraße eine durchaus viel befahrene und kurvenreiche Straße ist. Neben dem üblichen Autoverkehr gibt es eine erhebliche Nutzung durch Laster, große landwirtschaftliche Gespanne und Busse. „Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass Kraftfahrzeuge beim Überholen von Radfahrern ausreichenden Abstand halten müssen, scheint die Fahrbahnbreite nicht mehr ganz so maßgeblich sein zu können. Hinzu kommt, dass es bereits an vielen Verkehrsknotenpunkten zu Gefahrensituationen gekommen ist“, heißt es weiter.

Auch im Hinblick auf die steigende Zahl älterer Mitbürger ist aus Sicht der CDU-Fraktion eine Revidierung der 2013 getroffenen Maßnahmen nötig. - jw

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