Ohne Berg ganz oben

Nordpfad „Dör’t Moor“ ist Deutschlands schönster Wanderweg

Andreas Weber (v.l.), den stellvertretenden Landrat Hans-Jürgen Krahn, Petra Welz vom Tourow, Benjamin Roolfs vom Stadtbüro, Ursula Hoppe, Bürgermeisterin von Kirchwalsede und der Tourow-Vorsitzende Hartmut Leefers am Bullensee
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Rotenburgs Bürgermeister Andreas Weber (v.l.), den stellvertretenden Landrat Hans-Jürgen Krahn, Petra Welz vom Tourow, Benjamin Roolfs vom Stadtbüro, Ursula Hoppe, Bürgermeisterin von Kirchwalsede und der Tourow-Vorsitzende Hartmut Leefers freuen sich über die Auszeichnung des Nordpfads „Dör‘t Moor“ als Deutschlands schönster Wanderweg.

Der Nordpfad „Dör‘t Moor“ ist Deutschlands schönster Wanderweg: In den vergangenen Wochen hatte sich die Route im Rahmen einer Publikumswahl mit 14 weiteren Tagestouren im ganzen Bundesgebiet messen müssen. Am Bullensee gab es am Donnerstag für Tourow-Mitarbeiterin Petra Welz und Benjamin Roolfs vom Standbüro die ersehnte Urkunde.

Kirchwalsede – Petra Welz war es anzumerken, wie sehr sie sich auf den Augenblick gefreut hatte: Als Thorsten Hoyer vom Wandermagazin mit der Siegerurkunde und einem Holzpokal auf den Steg am Bullensee trat, zogen die Mitarbeiterin des Tourismusverbandes Tourow und Benjamin Roolfs, Leiter des Rotenburger Infobüros, die Reißverschlüsse ihrer Jacken herunter – und zum Vorschein kamen schwarze T-Shirts mit dem weißen Schriftzug „Ohne Berg ganz oben“.

Seit Donnerstag ist es amtlich: Der Nordpfad „Dör’t Moor“ am Bullensee entlang ist nach der jährlichen Abstimmung des Wandermagazins Deutschlands schönster Wanderweg 2021 im Bereich Tagestouren.

In dem Spruch auf dem T-Shirt schwang dann auch ein ein klein wenig Genugtuung in Richtung der Konkurrenz mit, denn tatsächlich ist der Sieg eines flachen Wanderweges im hohen Norden eher eine Seltenheit in der 16-jährigen Geschichte der Abstimmung. „Vor allem die Konkurrenz mit der Eifel war ein echter Krimi“, bekannte Roolfs. Lange während der Dauer des Wettbewerbs hatten der Nordpfad und die am Ende zweitplatzierte Route „Felsenweg 6 – Teufelsschlucht“ in Rheinland-Pfalz sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert.

Manuel Andrack (M.) freut sich mit Andreas Weber und Ursula Hoppe über die Auszeichnung.

„Wir haben monatlich die Zahlen der Online-Abstimmung bekommen, und da ging es immer hin und her“, erklärte Welz. „Uns hat schon die Nominierung gefreut, aber das macht uns jetzt mega glücklich.“ Der „Felsenweg 6 – Teufelsschlucht“ lag am Ende 2 352 Stimmen hinter „Dör’t Moor“, auf dem dritten Platz ist die „Vitaltour geheimnisvoller Lemberg“ im Naheland in Rheinland-Pfalz.

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Anfang des Jahres hatte eine vierköpfige Jury den Nordpfad als eine von 15 Routen nominiert. „Wir haben uns daraufhin zusammengesetzt und uns ,Wahlsiegteam‘ genannt“, erinnerte sich Roolfs mit einem Lachen, bemerkte allerdings auch: „Das Schöne ist: Es hätte nicht ,Dör’t Moor‘ sein müssen, es hätte jeder Nordpfad sein können – denn alle haben mitgezogen. Jede Touristinfo, jede Gemeinde hat die Wahlkarten verteilt.“ Dazu kamen etliche Plakate – und Aufkleber auf den Brötchentüten etlicher Bäckereien – „gleich mit QR-Code“, so Roolfs.

40.000 Stimmabgaben deutschlandweit

Insgesamt hatten etwa 40.000 Wanderer teilgenommen, „das sind gut 9000 mehr, als im vergangenen Jahr“, verkündete Hoyer, der selbst viel als Extremwanderer unterwegs ist. Glücklich mit dem Ergebnis zeigten sich auch die beiden betroffenen Bürgermeister Ursula Hoppe, Kirchwalsede, und Andreas Weber, Rotenburg: „Kirchwalsede hatte vor 100 Jahren keine Straße. Heute führt Deutschlands schönster Wanderweg über Gemeindegrund“, freute sich Hoppe. Karin Werres vom Tourismus-Marketing Niedersachsen lobte die Zusammenarbeit aller Beteiligten: „Es zeigt, dass es geht – wenn man eine Vision hat, etwas an das man glaubt und ein tolles Produkt.“

Manuel Andrack probiert den Weg über die Schwingrasenbrücke aus.

In vergangenen Jahren hatte das Wandermagazin den Preis immer auf der Messe „TourNatur“ in Düsseldorf verliehen, 2020 allerdings coronabedingt erstmals auf dem Siegerpfad. „Ich hatte noch nie einen Steg als Bühne“, witzelte Moderator und Autor Manuel Andrack, der durch die Feier führte.

Nordpfad-Runde am frühen Morgen

Für ihn war der Besuch in Rotenburg der erste Besuch im Landkreis. „Ich habe mich früher bei Autobahnfahrten immer gefragt, was ROW bedeutet“, sagte Andrack. „Jetzt weiß ich es.“ Er hatte schon vor der Siegerehrung eine Runde auf dem Nordpfad gedreht – und zeigte sich begeistert von der Route. „Hier gibt es Spezifika, die es nicht überall gibt: Beim Heidekraut geht mir das Herz auf, auch die Schwingrasenbrücke ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal“, schwärmte Andrack Seine Neugier schien zumindest geweckt: „Ich habe an einem 23. Geburtstag, und es gibt noch 23 weitere Nordpfade. Passt also.“

Nach dem Start des Nordpfade-Projekts 2013 war die Losung, 2015 zu den Top-Wanderregionen in Norddeutschland zu gehören. „Es hat ein bisschen länger gedauert“, sagte Welz, „aber es hat sich gelohnt.“

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