1,8 Millionen Euro für Bodenuntersuchungen / Auftakt am Montag in Bothel

Land sucht Belastungen an Erdgasförderstellen

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An der Förderstation Hemslingen Z2 beginnen die neuen Untersuchungen.

Bothel - Von Michael Krüger. Die Landesregierung intensiviert die Bodenuntersuchungen im Umfeld von Erdgasförderstellen. 1,8 Millionen Euro fließen dafür aus den Töpfen des Wirtschafts- und Umweltministeriums. Das teilten die beiden Minister Olaf Lies (SPD) und Stefan Wenzel (Grüne) in Hannover mit. Am Montag beginnen die Arbeiten landesweit durch einen externen Gutachter an der Fördersteation Hemslingen Z2 inBothel.

„Das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheit der Rohstoffgewinnung in Niedersachsen können wir nur durch konsequentes und transparentes Handeln gewinnen“, sagte Wirtschaftsminister Lies. Sollte es bislang zu Bodenverunreinigungen gekommen sein, müssten die Schäden auf Kosten der Verursacher beseitigt werden.

Zunächst werden 200 der insgesamt 455 Förderplätze von Experten unter die Lupe genommen. Die Bodenuntersuchungen berücksichtigen alle Landkreise, in denen sich Erdgasförderplätze befinden, heißt es. Neben dem Landkreis Rotenburg sind das Standorte in den Landkreisen Aurich, Celle, Cloppenburg, Diepholz, Emsland, Grafschaft Bentheim, Heidekreis, Leer, Nienburg, Oldenburg, Vechta und Verden sowie in der Stadt Emden und der Region Hannover.

„Gefahren für die menschliche Gesundheit und die Umwelt müssen ausgeschlossen werden“, betonte Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne). Von den Ergebnissen der Untersuchungen hänge ab, ob künftig weitere Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Umwelt erforderlich seien.

Das aktuelle Programm, das bis Ende 2016 andauert, setzt die das bisherige, seit 2006 laufende des Landesbergamts (LBEG) fort. Die Untersuchungen erstrecken sich auf mögliche Belastungen durch Schwermetalle (u.a. Quecksilber, Blei und Cadmium), unterschiedliche Kohlenwasserstoffe wie BTEX (Benzol, Toluol, Ethylbenzol, Xylol) und PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe) sowie Dioxine. Außerdem wird die spezifische Radioaktivität untersucht.

Bei ähnlichen Untersuchungen an Förderstellen in Söhlingen und Wittorf waren im vergangenen Jahr erhöhte Werte festgestellt worden. Die Ergebnisse nachfolgender Detailuntersuchungen sind bislang nicht bekannt. Allerdings, so das LBEG grundsätzlich zu allen bisher bekannten Untersuchungen: „Stoffkonzentrationen, die nach fachlicher Bewertung und unter Berücksichtigung der jeweiligen Nutzung Gefahren für Grundwasser, Menschen oder Tiere verursachen, wurden bei diesen Untersuchungen nicht festgestellt.“

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