Kritik an Veröffentlichung 

Messungen an Erdgasbohrfeldern: „Nur Heideluft gemessen“

Eine der Messstationen in Söhlingen, die nach Ansicht Brenneckes unsinnig im Windschatten eins Stalls aufgebaut wurde.

Söhlingen - „Ein unglaublicher Vorgang“, so beurteilt Birgit Brennecke, Ratsmitglied der Grünen in der Samtgemeinde Bothel und im Gemeinderat Hemslingen, die Verlautbarung des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG), dass bei Luftmessungen an den Erdgasbohrfeldern bei Söhlingen keine übermäßigen Schadstoffe festgestellt worden seien.

„Es ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten, was sich das Bergamt hier leistet. Obwohl vor Ort schon auf den inkompetenten Messaufbau hingewiesen wurde, hat das Landesbergamt nicht darauf verzichtet, seine Ergebnisse an die Öffentlichkeit zu geben“, so Brennecke. Sie habe Rochus Rieche vom Landesbergamt mehrfach auch vor Ort darauf hingewiesen, dass Messungen der reinen Heideluft nichts bringen würden. Brennecke: „Wer nichts finden will, der führt auch seine Messungen so durch, dass sie nichts bringen.“

Erneute Messungen

Die Söhlingerin habe vom niedersächsischen Wirtschaftsminister Olaf Lies persönlich die Zusage bekommen, dass erneut Messungen durchgeführt würden für die zunächst ein Messkonzept erstellt werden solle, damit die Untersuchung ergebnisorientiert verlaufe. „Der Wirtschaftsminister verstand sofort, dass die Art der Messungen bisher keine valide Aussagekraft haben. Durchschnittswerte in Langzeitmessungen, bei denen nicht mal gefackelt wurde, sind von vorneherein verschwendete Steuergelder und man muss sich fragen, warum das Landesbergamt so etwas im Sinne der Erdgasindustrie und nicht im Sinne der Bewohner macht“, sagt Brennecke. Für sie ist das Landesbergamt als Kontrollbehörde „ungeeignet“, und es „wird Zeit, dass sich dort personell und strukturell etwas tut, damit die Bevölkerung nicht länger an der Nase herumgeführt wird“. 

jw

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