Hohe Heide: 380 000 Euro für öffentliche und private Projekte

Mehr Geld für die Region Visselhövede-Bothel

Die alte Nindorfer Schule wurde umgebaut.
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Die alte Nindorfer Schule ist ein Paradebeispiel für die Förderung: Die Familie Klopp hatte die Idee und Geld investiert, aber die Hohe Heide hat einen großen Zuschuss gezahlt, weil Teile des Gebäudes demnächst von der Dorfgemeinschaft genutzt werden können.

Bothel – „Für einen Montag ist das eher außergewöhnlich, aber natürlich eine richtig tolle Nachricht“, jubelt Guido Pahl. Der Regionalmanager der Hohen Heide, ansässig im Botheler Rathaus, hat nämlich Post vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium bekommen. „Es wurden zusätzliche Finanzmittel in Höhe von 380 000 Euro für die Jahre 2021 und 2022 zugewiesen.“

Die Hohe Heide gehöre damit zur Spitzengruppe in Niedersachsen, was nur durch die „vorausschauende Arbeit“ der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) und der „gezielten Ausschöpfung aller Fördermöglichkeiten“ durch das Amt für regionale Landesentwicklung Verden möglich geworden sei. „Durch die Zuweisung der zusätzlichen Mittel kann die LAG während ihrer kommenden Sitzung am 8. Juni wieder über neue Projekte beschließen“, so Pahl, der sicher ist, dass sie auch schnell realisiert werden– nämlich so wie immer in den vergangenen Jahren.

Denn eines zeichnet die Beteiligten und Entscheider der EU-Region Hohe Heide, zu der der Raum zwischen Neuenkirchen und Kirchlinteln, Ottingen und Hemsbünde gehört, aus: „Sie ziehen an einem Strang und bringen schnell und effektiv verschiedene Projekte auf den Weg“, lobt Pahl.

Die Hohe Heide hatte darum in den vergangenen Jahren öfter mal die Nase vorn im Vergleich zu anderen Regionen in Niedersachsen. Denn die hatten es zeitlich und inhaltlich nicht geschafft, ihr Geld für Maßnahmen abzurufen, sodass die Hohe Heide mehrmals davon profitiert hat und Projekte quasi als Zugabe realisieren konnte. „Damit ist die Hohe Heide eine echte Erfolgsgeschichte“, bilanziert Diplom-Geograf Pahl, der seit 2008 den Posten des Regionalmanagers innehat, während die Dörfer und Städte bereits seit zwei Förderperioden, rund 14 Jahre, von Geldern aus Hannover und von der EU profitieren.

Während zu Beginn bei vielen Bürgermeistern und Gemeinderäten noch ein bisschen Skepsis angesichts der gefühlt weit entfernten EU vorherrschte, wich die Zurückhaltung zusehends, als andere Kommunen ortsbildprägende Häuser mit vielen Euros aus Fördermitteln umgestaltet haben. „So hat dann eine Art Run eingesetzt und in jedem Dorf unserer Hohen Heide hat man sich Gedanken gemacht“, erinnert sich Pahl an früher.

Auch die Modernisierung des Ottinger Schützenhauses ist ein Hohe-Heide-Projekt.

Und das gelte nicht nur für die öffentliche Hand, sondern auch für private Vorhaben. Denn Sanierungen, Umbauten oder Reparaturen von privaten Gebäuden werden finanziell gefördert. Natürlich fließt das Geld nicht einfach so, sondern die Unterstützung ist an bestimmte Dinge geknüpft. „Die Maßnahmen müssen grob gesagt der Region dienen oder der Dorfgemeinschaft von Nutzen sein“, umreißt Pahl die Bedingungen zusammenfassend.

Durch die Post aus Hannover stünden nunmehr bis Dezember 2022 wieder ausreichend Fördermittel für Projekte im ländlichen Raum zur Verfügung. „Das war nicht immer so, denn am Ende einer jeden Förderperiode gab es immer ein kleines Vakuum. Das ist jetzt zum Glück anders“, so Pahl.

Der blickt auch schon voraus, denn am 1. Januar 2023 beginnt die neue Förderperiode mit frischen Geldmitteln. „Und wieder machen alle Kommunen mit“, so Pahl

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