Kommunalwahl: Helfer fehlen noch

Marion Bassen bereitet Wahlen in Bothel vor

Marion Bassen in ihrem Büro.
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Alles im Blick: Marion Bassen weiß, dass eine gute Vorbereitung für die Wahlsonntage wichtig ist.

Bothel – Marion Bassen sieht den Wahlen im September gelassen entgegen. Viele Jahre arbeitet sie bereits im Botheler Rathaus und hat entsprechend schon einige Wahlen in der Samtgemeinde mit vorbereitet. Da im September die Bürger gleich an zwei Terminen zur Wahlurne gebeten werden, und zwar am 12. September für die Kommunal- und 14 Tage später für die Bundestagswahl, erhält die Hauptamtsleiterin Unterstützung von Jacqueline Beglau und Karin Schröder.

„Bis zum 26. Juli müssen die Parteien ihre Wahlvorschläge zur Kommunalwahl bei der Verwaltung einreichen“, erklärt Bassen, die sich aktuell auf einen Urnengang der Wahlen im September in Wahllokalen in den Mitgliedsgemeinden einstellt. Parallel dazu bereitet sich das Rathaus auch auf eine Briefwahl vor. Bassen: „Zur Kommunalwahl am 12. September zählen wir 7 076 Wahlberechtigte. Gewählt werden darf ab 16 Jahren.“ Zwei Wochen später wählt die Bürgerschaft den Bundestag. An der Wahl darf jeder, der volljährig ist, teilnehmen. „Somit reduziert sich die Zahl der Wahlbeteiligten auf 6 753 Wahlberechtigte in der Samtgemeinde“, schildert die Wahlleiterin. „Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass die Wahlbeteiligung bei einer Kommunalwahl sehr hoch ist, weil es sich bei der Wahl um Personen geht, die vor Ort bekannt sind. Daher rechnen wir auch in diesem Jahr mit einer hohen Wahlbeteiligung. Ob nun als Urnengang oder als Briefwahl, werden wir sehen“, sagt Bassen. In der Samtgemeinde habe die Wahlbeteiligung bei der vergangenen Bundestagswahl aber sogar ein paar Prozentpunkte über der Kommunwahl gelegen.

Der Aufwand die Wahlen vorzubereiten, ist hoch. „Die Samtgemeinde ist in elf Wahlbezirke eingeteilt. Der kleinste Wahlbezirk ist Riekenbostel mit 120 Wahlberechtigten, der größte Wahlbezirk ist Brockel als ein Wahlbezirk mit 1 145 Wahlberechtigten. Bei elf Wahlbezirken benötigen wir elf Wahlvorstände und zusätzlich, weil wir eine Samtgemeinde sind, sechs Briefwahlvorstände, also einen Briefwahlvorstand in jeder Mitgliedsgemeinde. Wir suchen daher noch Wahlhelferinnen und Wahlhelfer“, berichtet Bassen.

Auch ändern sich wegen der Corona-Pandemie in manchen Mitgliedsgemeinden die Wahllokale. Dazu verfasst die Verwaltung noch ein Hygienekonzept für jedes Wahllokal. „In Bothel richten wir das Wahllokal in der Grundschule ein, in Brockel in der Mehrzweckhalle, in Hemslingen im Gemeindesporthaus, in Hemsbünde im Mehrzweckraum des Schießstandes und in Hastedt im Dörfergemeinschaftshaus sowie in Kirchwalsede in der Grundschule und in Riekenbostel im Hause der Familie Neumann. In Süderwalsede darf jeder seine Stimme im Heimat- und Kulturhaus und in Westerwalsede im Feuerwehr- und Gemeindehaus abgeben“, berichtet die Hauptamtsleiterin.

Das Auszählen der Kommunalwahl am Sonntagabend ab 18.01 Uhr werde dauern. Denn insgesamt erhält jeder Wahlberechtigte fünf Stimmzettel: für den Gemeinderat, dem Samtgemeinderat, den Kreistag, der Landratswahl und der Samtgemeindebürgermeisterwahl. „Bei der vorherigen Kommunalwahl war ich nach dem Auszählen und Übermitteln der Ergebnisse um 2.30 Uhr zuhause. Damit rechne ich in diesem Jahr auch“, erinnert Bassen sich.

14 Tage später dürfte das Auszählen bei der Bundestagstag vermutlich schneller gehen, weil die Wahlberechtigten jeweils nur ein Stimmzettel in die Wahlurne werfen müssen.

In den vergangenen Jahren veröffentlichte die Samtgemeinde die Wahlergebnisse abends zeitnah am Wahlsonntag auf ihrer Internetpräsenz. Wann das endgültige Ergebnis am Wahlabend feststeht, bleibt unsicher.

Auf Samtgemeindeebene bestimmt die Bürgerschaft über die Neubesetzung des Samtgemeinderates sowie der Gemeinderäte in den Mitgliedsgemeinden und wählt zusätzlich den Samtgemeindebürgermeister, wobei der Amtsinhaber Dirk Eberle erneut kandidiert und bisher der einzige Kandidat ist. Die Wahlleiterin erklärt: „Bei der Stimmabgabe zur Wahl des Samtgemeinderates sowie des Gemeinderates hat jeder Wahlberechtigte jeweils drei Stimmen, die er einer Gesamtliste oder einer einzigen Bewerberin oder einem einzigen Bewerber auf einem Wahlvorschlag geben kann. Die Stimmen können aber auch auf mehrere Gesamtlisten und oder mehreren Bewerberinnen und Bewerbern desselben Wahlvorschlags oder verschiedener Wahlvorschläge verteilt werden.“

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