Grillmaster Flash im Interview

Erntefest All Over: Bands lassen es krachen

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Christian Wesemann aka Grillmaster Flash tritt morgen in Söhlingen auf. 

Söhlingen - Das Erntefest All Over (E:A:O) in Söhlingen geht morgen in seine nächste Runde. Dann lassen es die Bands Artemis Rising, Boys From Heaven, Another Girl Called Josephine und Anchors & Hearts ab 20 Uhr krachen im Festzelt. Ebenfalls mit dabei, der Bremer Indierocker Christian Wesemann, besser bekannt als Grillmaster Flash mit seiner Band „The Jungs“. Wir haben uns mit ihm unterhalten.

Wann haben Sie das erste mal vom E:A:O gehört? Und was?

Christian Wesemann: Ich glaube, da hat mein Bassist Nils Freesemann mal von geredet. Der hat dort mal mit den Kleinstadthelden bei Euch gespielt. Sei geil, meinte er.

Das E:A:O ist mit 21 Jahren vermutlich älter als Ihre Karriere. Macht Ihnen das Angst?

Wesemann: Zumindest bin ich älter als das E:A:O. Ansonsten? Angst habe ich nicht davor. Ich bin auf der Bühne schon von Leuten mit Flaschen beworfen worden, ich wüsste nicht, wovor ich mich fürchten soll. Übrigens, vor 21 Jahren habe ich angefangen, Gitarre zu spielen und bin seitdem nicht so sehr viel besser geworden.

Finden Sie es gut, die Groupies nicht Backstage zu treffen, sondern wie in Söhlingen am Tresen?

Wesemann: Das is mir eigentlich egal, solange sie cool sind. Ich bin aber generell eher ein Tresen-Typ. Ich sitze einfach sehr gerne.

Wie sehen Sie Ihre Musik im Kontext zur klassischen Schützenfest-Musik? Gibt es Parallelen wie beispielsweise eine Musikausbildung?

Wesemann: Ich finde Schützenfeste eigentlich ziemlich schlimm. Die Musik ist Geschmackssache, meinen trifft sie jedenfalls nicht. Ich bin mit Punk und Metal sozialisiert worden. Schützenfeste verbinde ich mit schlechter Schlager-Musik, Korn-Cola und aggressiven, betrunkenen Männern. Das ist nicht meine Welt, allerdings erwarte ich so etwas auch nicht beim E:A:O.

Sie spielen vor 1. 000 Leuten bei der Breminale oder auch mal vor zehn auf einem Festivalcampingplatz. Wie schaffen Sie diesen Spagat?

Wesemann: Im Prinzip ist das doch dasselbe. Wenn Leute vor der Bühne sind, will ich sie mir holen. Egal, wie viele es sind. Wenn man eine kleine Nummer ist, darf man keine Eitelkeiten zulassen. Mir macht das Ganze einfach Spaß, wenn das Publikum groß und dichtgedrängt ist, muss man eigentlich nicht mehr viel machen. Gerade, wenn man es gewohnt ist, vor wenig Leuten zu spielen.

Sie werden oft mit Bruce Springsteen verglichen, und auch Ihr letztes Albumcover ist an ihm angelehnt. Meinen Sie, dass Ihnen in Söhlingen auch dreieinhalb Stunden Spielzeit eingeräumt wird?

Wesemann: Das wäre natürlich schön, ich gebe mich aber auch mit einem knackigen Set zufrieden. Den Springsteen-Vergleich finde ich allerdings sehr vermessen. Ich habe mich an seinem Cover bedient, weil ich die Bremer Speckflagge gerne irgendwie mal einbinden wollte.

Wie bekommen Sie die Zuschauer von der Theke vor die Bühne?

Wesemann: Ich kann einen sehr herrischen Befehlston auf der Bühne entwickeln. Eventuell gibt das Ärger, meistens aber nicht. Außerdem: Wer stellt sich denn den ganzen Abend an eine Theke, wenn Bands auf der Bühne sind? 

mro

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