Shana Thies hütet die seltene Fehlbildung wie einen kleinen Schatz

Laune der Natur: Das Ei im Ei

Die Künstlerin Shana Thies aus Wensebrock mit ihrem riesigen Gänseei: Das keinere Exemplar hatte Mutter Natur in das größere gemogelt. Das gibt es nur sehr selten. - Foto: Bonath

Wensebrock - Wieland Bonath. Kleine Wunder wiederholen sich manchmal: Auch der Landkreis Rotenburg hat „sein“ Riesen-Ei! Genau wie das in den Medien als biologische Sensation beschriebene Rekord-Ei von Ingrid und Günther Meyne in Wolfenbüttel bei Braunschweig – nur größer.

Das Ei von Shana Thies aus dem kleinen Wensebrock stammt von einer Gans aus einer heimischen Brüterei. Immerhin ist es schon mehr als 30 Jahre her, dass es zu der außergewöhnlichen Entdeckung kam: Die in der Ukraine geborene Künstlerin Shana Thies, die einen uralten Brauch aus ihrer Heimat mit nach Deutschland brachte und Eier mit filigranen Figuren und zierlichen Bildern schmückt, erinnert sich: „Dieses Gänseei hüte ich wie einen ganz besonderen Schatz. Als ich in der Zeitung von dem Riesen-Ei aus Wolfenbüttel las, habe ich mich sofort an mein damaliges Erlebnis erinnert.“

Die Künstlerin war gerade dabei, ein ungewöhnlich großes Gänseei für die weitere Bearbeitung mit Pinsel und Farbe vorzubereiten. Mit feiner Nadel, so Thies, habe sie durch die weiße Schale gestochen, um den gelben Eidotter ablaufen zu lassen. Dann das Unglaubliche: „Als ich mit der Nadel hineinstach, habe ich gemerkt, dass da noch etwas Festes ist“, erzählt Shana Thies.

Die Kalkschale eines zweiten Eis – ein Ei im Ei! Bei den Hunderten von Hühner- und Gänseeiern, die sie in ihrem Leben bisher verarbeitet habe, sei dies für sie bisher ein absolutes Novum geblieben. Shana Thies hat für die „Embryo-Eier“ einen besonderen Platz in einer Vitrine reserviert. Nur wenigen Besuchern zeigt sie ihren „weißen Schatz“.

Eine teilweise zerbrochene, sehr seltene Fehlbildung der Natur. Die Künstlerin musste damals, als sie dem kleinen Wunder auf die Spur kommen wollte, das größere Ei am sogenannten Pol öffnen, um an das kleinere heranzukommen. Zu Ostern werden diese ungewöhnlichen Eier als Symbol des Lebens aus der Vitrine geholt.

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