Landeskirche muss sparen / Mittwoch treffen sich alle Gemeindemitglieder

Zukunft der Brockeler Pfarrgebäude ist ungewiss

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Das Brockeler Pfarrhaus wird von der Landeskirche wohl bald nicht mehr unterhalten.

Brockel - Bei der Niedersächsischen Landeskirche klingelt immer seltener die Kasse, weil die Steuereinnahmen sinken. Darum wird die Unterhaltung von Gebäuden in den Kirchengemeinden finanziell immer schwieriger, wenn nicht unmöglich. Jetzt scheint es die Brockeler Kirchengemeinde zu treffen.

Der Kirchenvorstand der Heilig-Kreuz-Kirchengemeinde Brockel lädt jedenfalls ein zu einer Gemeindeversammlung, die am Mittwoch, 13. Januar, um 19.30 Uhr in der „Arche“ an der Dorfstraße 4 beginnt.

Solch eine Einladung ist ein Novum. Der Vorsitzende des Kirchenvorstands, Eberhard Thamm, kann sich laut Mitteilung jedenfalls nicht erinnern, jemals „in meiner gesamten Zeit im Kirchenvorstand zu einer Gemeindeversammlung eingeladen zu haben“.

Das sei ein deutliches Zeichen dafür, dass so viele Gemeindemitglieder wie nur irgendmöglich informiert und einbezogen werden sollen.

„Es geht um nichts weniger, als um die Zukunft der Gebäude an der Dorfstraße, unter anderem das Pfarrhaus und die sogenannte Pfarrscheune“, so Thamm. Die Pastorin der Kirchengemeinde, Ina Jäckel, habe aus dem Bauausschuss der Landeskirche berichtet. Demnach habe die Landeskirche deutliche Vorgaben für jede Gemeinde gesetzt: Die Unterhaltung und Bewirtschaftung des derzeit vorhandenen Gebäudebestandes in den Kirchengemeinden der Landeskirche werde in Zukunft aufgrund sinkender Kirchensteuereinnahmen wohl nicht mehr möglich sein, habe Jäckel ein ernüchterndes Fazit gezogen.

„Für Brockel heißt das: Die Gemeinde wird mit weniger Platz auskommen und gleichzeitig sehen müssen, dass unsere Räumlichkeiten – vor allem was den Energiehaushalt betrifft – wirtschaftlich bezahlbar sein müssen“, heißt es in der Verlautbarung weiter.

Thamm dazu: „Hier sind Einschnitte nötig, die wir als Kirchenvorstand so schnell wie nur irgend möglich angehen müssen. Erste Beschlüsse haben wir bereits getroffen. Wir finden es wichtig, dass hierzu möglichst viele Gemeindemitglieder informiert werden.“

Die Gemeindeversammlung sei eine einmalige Gelegenheit, sich zu informieren, Fragen zu stellen und mitzudenken, um auch entscheiden zu können.

jw

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