Fackelarbeiten in Söhlingen

Landesamt checkt die Luft an der Bohrstelle

Alexander Ropertz im Dialog mit besorgten Bürgern und Vertretern von Bürgerinitiativen.

Söhlingen - Derzeit reinigt das Erdgasförderunternehmen „ExxonMobil“ seine Bohrungen in Söhlingen an der Bohrstelle Z 16 und in der Gemeinde Neuenkirchen an der Bohrstelle Söhlingen Z 14. Mit dem Auf- und Abbau dauern die Arbeiten eine Woche. Um die Förderung zu optimieren, brennt der Konzern zwischendurch für mehrere Stunden das Erdgas über eine Fackel ab.

„Die Bohrung ist 5 000 Meter tief und weicht dann 1 800 Meter in die Horizontale ab“, berichtet Benedikt Gerhartz vom Erdgasförderer „ExxonMobil“. Um die Rohrleitungen zu reinigen, „haben wir 15 Kubikmeter Schaummittel hineingepumpt“, so Gerhartz. Damit die Reinigungsflüssigkeit das Material auswäscht, brauche es eine Druckdifferenz, die mit dem Abfackeln erzeugt wird. „Wir fackeln nur reines Erdgas ab. Das durch die Produktion anfallende Quecksilber wird mit einem Absorber herausgefiltert“, so Gerhartz.

Die Fackelarbeiten an der Bohrung Z16 wurden zeitweise von Rochus Rieche beobachtet, der zuständig ist für die Betriebsüberwachung beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie mit Sitz in Clausthal-Zellerfeld. AuchVertreter von Bürgerinitiativen, Anwohnern der Region und WSB-Ratsfrau Carolin Muschter waren ebenfalls auf dem Gelände und sprachen in einem offenen Dialog mit den Verantwortlichen ihre Sorgen an.

Das vom Landesbergamt beauftragte Ingenieurbüro Müller BBM maß während der Arbeiten die Immission in der Luft. Dazu Geschäftsführer Alexander Ropertz: „Für die Messung haben wir ein eigenes Konzept erarbeitet. Dabei haben wir in östliche Richtung auf drei Luftlinien, die von der Bohrstelle abgehen, drei Messstandorte pro Linie eingerichtet in einem nahen, mittleren und weiter entfernten Abstand. Eine Messstelle wurde zusätzlich noch im Westen der Bohrstelle positioniert. So bekommen wir Werte aus insgesamt zehn Messstellen.“

„Das Gutachten mit den Ergebnissen und der Auswertung werden wir in nächster Zeit zugeschickt bekommen und leiten es dann weiter an die Landesregierung“, berichtete Rochus Rieche.

woe

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