Land soll Erdgasförder- und Versenkbohrstellen auf schädliche Rückstände untersuchen

Samtgemeinderat erhöht den Druck

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Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Woltmann (l.) überreicht seinem Nachfolger, Dirk Eberle, ein Präsent.

Bothel - Vor dem Hintergrund der Zwischenfälle an Erdgasförder- und Versenkbohrstellen im Landkreis in den vergangenen Wochen fordert nun die Samtgemeinde Bothel das Land auf, durch die zuständigen Behörden alle auf ihrem Terrain und in der näheren Umgebung vorhandenen Förderstellen und Versenkbohrstellen auf schädliche Rückstände in Luft, Wasser und Boden zu untersuchen sowie die Ergebnisse in einem Kataster zu dokumentieren.

Diese Forderung auf Initiative der SPD beschloss der Samtgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig. Eine Forderung, die zunächst an den Landkreis gerichtet war. „Aber laut eines Experten ist dieser gar nicht zuständig, sondern das Landesbergamt“, erklärte Rolf Lüdemann (CDU). Das mochte anfangs Barbara Frömming (SPD), die den Antrag vortrug, nicht einsehen, weil doch auch der Landkreis handeln müsse. Lüdemann beharrte auf seinem Standpunkt. „Der Antrag ist gut, aber an den falschen Adressaten gerichtet“, fand der Ratsherr und wiederholte: „Das Landesbergamt ist zuständig. Das hat doch ein Gutachten ergeben.“ Schließlich einigten sich alle darauf, die Forderung an das Land zu richten und den Landkreis sowie den Landtagsabgeordneten eine Kopie zu übersenden.

Zuvor hatte der Rat den Sitzverlust von Dirk Eberle (SPD) festgestellt, der ab der ersten Novemberwoche seinen Ratsstuhl mit dem Bürgeramtssessel im Rathaus tauscht. „Ich bedanke mich für die Zusammenarbeit im Rat und hoffe, dass sie weiterhin gut und freundschaftlich bleibt“, so Eberle. Anschließend überreichte der Noch-Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Woltmann an den Bald-Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle ein Buchpräsent.

Zudem berief der Rat zur neuen Schülervertreterin im Schulausschuss Julia Wiebe aus Bothel. Auch eine neue Friedhofssatzung beschloss der Rat für alle Mitgliedsgemeinden. „Mit der neuen Satzung haben wir nun alle Bestattungsarten aufgenommen“, sagte Henry Gerken (SPD).

Ferner wird die Samtgemeinde dem Landkreis für die neue Landschaftswacht im Landkreis als Landschaftswart für die Samtgemeinde Klaus Hinrich Hüner benennen. Der 48-jährige Landwirt kommt aus Kirchwalsede. Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Woltmann sagte: „Pro Verwaltungseinheit wird ein Landschaftswart eingesetzt. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre. Dafür bekommt man pro Monat 125 Euro.“

Auch segnete der Rat bei vier Enthaltungen die 50. Änderung des Flächennutzungsplanes ab. Dabei geht es um den Wunsch der Gemeinde Brockel an der Scheeßeler Straße in Richtung Bartelsdorf ein Baugebiet mit bis zu 60 Bauplätzen auszuweisen. Die Gemeinde wird die Flächen selbst verwalten.

woe

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