Ab Donnerstag unter Leitung der Convivo-Gruppe

Krögers geben Brockeler Haus Sonnenschein ab

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Andreas und Sabine Kröger legen das Gesundheitszentrum Haus Sonnenschein nach gut 25 Jahren in andere Hände. 

Brockel - Wenn am Donnerstag im Senioren-Wohn- und Pflegeheim Haus Sonnenschein in Brockel das Frühstücksgeschirr in der Küche klappert, dann hat in der bekannten Einrichtung ein neues Zeitalter begonnen. Sabine und Andreas Kröger, seit gut 25 Jahren mehr als nur Einrichtungsleiterin und Inhaber des Hauses, zu dem auch der ambulante Pflegedienst und die beiden Tagespflegen in Rotenburg und Brockel gehören, ziehen sich ins Privatleben zurück. Ihr Lebenswerk wird die Bremer Convivo-Gruppe weiterführen.

Die ist mit den Einrichtungen des Matthias-Claudius-Heims in Rotenburg und dem Beeke-Haus in Scheeßel bereits in der Region am Markt etabliert. Aktuell vereint die Unternehmensgruppe unter ihrem Dach insgesamt 45 Pflegeeinrichtungen, Wohngemeinschaften, ambulante Pflegedienste, Anlagen für Servicewohnen und neuerdings auch Wohnparks mit rund 4 000 Kunden und etwa 3 000 Beschäftigten.

„Rückblickend empfinde ich eine große Dankbarkeit“, verrät Sabine Kröger, die in den vielen Jahren nahezu täglich für 24 Stunden ansprechbar war, „und ich bin stolz auf das, was wir in andere Hände legen können, denn wir haben mehr erreicht, als wir es uns jemals vorgestellt haben.“

Der Übergang ist bewusst lautlos und unauffällig gestaltet. „Die vertrauten Menschen bleiben“, fügt sie hinzu. „Es sind die bekannten Gesichter, die den Bewohnern begegnen werden. Die Abläufe bleiben weitestgehend erhalten, denn das gesamte Gesundheitszentrum soll autark bleiben“, verspricht der stellvertretende Convivo-Geschäftsführer Timm Klöppel.

„Auch die eine oder andere Träne geflossen“

Das habe letztlich auch die 110 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen bewogen, den Schritt in die Zukunft mitzugehen, sagt er, auch wenn eine solche Veränderung verständlicherweise Verunsicherung und sogar Ängste beim Personal und bei den Kunden hervorrufen könne. „Bei manchem ist auch die eine oder andere Träne geflossen“, gesteht Andreas Neves da Costa, der nach 16 Jahren im Pflegemanagement des Hauses künftig die Einrichtung leitet.

Andreas und Sabine Kröger freuen sich derweil auf ein ruhigeres Leben. „Wir haben jetzt mehr Zeit für uns, für die Familie und wollen erst mal sehen, wie sich das anfühlt“, lautet ihr Plan für die kommenden Wochen und Monate. „Vielleicht ein bisschen reisen und sehen, was auf uns zukommt.“ 

Für sie ist der Abschied vom Haus Sonnenschein, bei dem natürlich auch eine Portion Traurigkeit mitschwingt, gleichzeitig die Chance, Neues zu entdecken, denn Freizeitgestaltung oder gar Zukunftsträume waren Dinge, die in den vergangenen mehr als 25 Jahren bei ihnen keine Rolle spielten. „Wir müssen jetzt lernen, dass wir beruflich keine Verantwortung mehr tragen“, sagen sie, um direkt hinterher zu schieben: „Wir wollen nichts planen, aber über irgendetwas werden wir ganz bestimmt stolpern.“ - ko

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