Beunruhigte Bürger und ratlose Behörden / Eurofighter als Verursacher?

Knall und Druckwelle bei Bothel

Ein Eurofighter könnte für den ungewöhnlichen Vorfall verantwortlich sein. Foto: Imago

Bothel/Hemslingen - Von Jens Wieters. Exakt um 9.32 Uhr hat es am Montag mächtig gerummst im Gebiet der Samtgemeinde Bothel – und niemand weiß genau warum. Aufgrund seines Berufs hat Polizist Thomas Sussek sofort auf die Uhr geschaut, als es gekracht hat. „Ich habe sogar eine kleine Druckwelle gespürt“, so der Beamte, der gerade in seinen Streifenwagen steigen wollte. Natürlich habe er auf entsprechende Meldungen über Funk gewartet, aber der Lautsprecher blieb stumm. Allerdings hätten einige Bürger bei ihm angerufen, so Sussek.

In unserem Zeitungshaus in Rotenburg und auch in der Redaktion in Visselhövede haben sich Leser gemeldet, die ebenfalls einen lauten Knall gehört hatten. „Mein Mann hat gefragt, was ich denn nun wieder heruntergeschmissen hätte“, so Sigrid Indorf aus Visselhövede.

Ein Leser aus Söhlingen hatte sofort die Erdgasbohrstellen in der Region in Verdacht. „Aber bei uns gab es keine besonderen Vorkommnisse auf den Produktionsstätten“, sagt Franziska Metz von der Pressestelle des Konzerns „ExxonMobil“. Alles sei ganz normal gelaufen, allerdings hätten ihr einige Mitarbeiter ebenfalls von einem lauten Knall in der besagten Zeit berichtet.

Den haben auch einige Mitarbeiter aus der Botheler Samtgemeindeverwaltung gehört. „Ich selber habe zwar nichts mitbekommen, aber mir wurde davon berichtet“, so Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle.

Polizist Thomas Sussek vermutet einen Überschallflug von Militärflugzeugen: „Es herrschte am Morgen ja bestens Flugwetter.“ Dafür spricht, dass vielen Menschen weit voneinander entfernt den Knall gehört haben. Der könnte von einem Eurofighter-Jet der Bundeswehr stammen. Diese Maschinen sind laut Luftfahramt der Bundeswehr immer wieder mal im Luftraum der Region unterwegs. Das Kampfflugzeug kann unvorstellbare Geschwindigkeiten erreichen. Bis zu 2,35 Mach – 2 495 Kilometer pro Stunde in einer Höhe von 10 975 Metern – sind möglich. Eine Anfrage unserer Zeitung beim zuständigen Bundeswehramt in Köln-Wahn brachte auch keine Klarheit. „Sie müssen eine E-Mail schreiben und die wird dann in den nächsten Tagen beantwortet“, war vom Informationszentrum zu hören. Schäden wurden jedenfalls weder in Hemslingen noch in Bothel oder in Visselhövede gemeldet.

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