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Kirchwalsede: Zwei Solarparks im Blick

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Von: Tobias Woelki

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In Kirchwalsede läuft bereits seit einigen Jahren eine
In Kirchwalsede läuft bereits seit einigen Jahren eine © Woelki

Ein Investor möchte in der Gemeinde Kirchwalsede zwei Solarparks bauen. Es handelt sich dabei um insgesamt 44 Hektar Fläche bei Weißenmoor und Riekenbostel.

Kirchwalsede – Der Ukraine-Krieg hat gezeigt, wie abhängig Deutschland von Gas und Öl ist. Vor diesem Hintergrund sucht man nach alternativen Energiequellen. Immer mehr Kommunen entscheiden sich daher für einen Solarpark auf ihrem Gemeindegebiet. Eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage steht bereits in der Gemeinde Kirchwalsede direkt am Feuerwehrhaus. Jetzt sind zwei weitere Standort ins Visier der Projektentwickler geraten.

Während der vergangenen Sitzung des Gemeinderates Kirchwalsede stellte Bernd-Alexander Sönnechen von der Firma Greentech die Idee vor, im östlichen Bereich des Gemeindegebietes Solarparks einzurichten.

„Unsere Firma hat ihren Hauptsitz in Hamburg und ist im Besitz der bekannten Reederei Rickmers. Wir betreiben europaweit 250 Fotovoltaik-Anlagen mit insgesamt acht Megawatt Leistung“, stellte Sönnechen das Unternehmen vor.

Vor dem Hintergrund des Raumordnungsprogrammes des Landkreises Rotenburgs hätten die Fachleute das Kirchwalseder Gemeindegebiet analysiert. „Die Untersuchung hat ergeben, dass zwei Flächen für Solarparks geeignet sind. Sie liegen in Riekenbostel und Bereich Weißenmoor. 44 Hektar Land haben wir bereits reserviert“, berichtet Bernd-Alexander Sönnechen.

Die Firma hat auch schon ein wenig weiter gedacht: „Die Anlagen werden komplett eingezäunt. Die Gemeinde profitiert von der Gewerbesteuereinnahmen.“ Die Anlagen würden demnach 50 Megawatt Strom im Jahr produzieren, Damit könne man 14000 Haushalte im selben Zeitraum versorgen. „Wir investieren in das Projekt 25 Millionen Euro, wobei die Firma acht Millionen Euro an Eigenkapital aufbringt.“

Das Unternehmen beabsichtige, die Anlagen zunächst über einen Zeitraum von 30 Jahren zu betreiben. „Wenn aber möglich natürlich auch über die übliche Laufzeit hinaus“, so Sönnechen. Die Firma biete den Bürgern eine Beteiligung an dem Projekt an. Damit würde sich der Kapitaleinsatz des Ideengebers um den Anteil aus der Bürgerschaft reduzieren.

Der Rat nahm die Vorstellung erst mal zur Kenntnis. Ein Anlieger erklärte, nach Bekanntgabe der Pläne könne er schlecht schlafen, weil eine Anlage genau vor seiner Tür geplant sei. Bernd-Alexander Sönnechen versprach aber „mit der Bürgerschaft im Dialog zu bleiben, um gemeinsam eine Lösung zu finden“.

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