Arbeitskreise laden ein

Ideen für die Zukunft: Dorfregion Wiedau-Walsede gestaltet Projekte aus

+
Die Sprecher des „Kompetenzteams“ während des Treffens in der vergangenen Woche: Janin Stein, Kai Lüning und Norbert Jörs.

Bothel - Viele Gemeinden und Städte setzen sich derzeit damit auseinander, Zukunftskonzepte für ihren Ort zu entwickeln. Das hat auch die Dorfregion Wiedau-Walsede vor, die im Februar 2019 in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen worden war. Nachdem zuvor während einiger Veranstaltungen markante, anzugehende Projekte gesammelt wurden, sollen diese nun in den kommenden Wochen in örtlichen Arbeitskreisen konkretisiert und ausgestaltet werden.

Den Anfang macht die Gemeinde Bothel am Donnerstag. Dort sind Einwohner von 18 bis 20 Uhr in das Bürgerhaus eingeladen, um sich zu beteiligen. Für alle Ortschaften gibt es einige Ideen, denen sich das Planungsbüro „mensch und region“ aus Hannover gemeinsam mit allen Beteiligten widmen möchte. In Bothel ist das zum Beispiel die Schaffung eines autofreien Schulcampus. Planerin Katharina Brüntgens erläutert, dass sich die Einwohner den gesamten Bereich an den Schulen zumindest verkehrsberuhigt wünschen. „Es geht zum Beispiel darum, dass die Eltern ihre Kinder nicht mehr ganz bis vor die Schule fahren“, so Brüntgens. Außerdem fehlten es an Begegnungsorten. Wie man dörfliche Strukturen stärken und Menschen besser zusammenbringen kann, dafür brauche es aber noch konkretere Vorschläge.

Planer Michael Lange verrät, dass das in Hemsbünde schon etwas anders aussieht. Hier ist bereits das Tennishaus im Blick. Da gebe es die Idee, das Gebäude zu einem Multifunktionsplatz umzubauen.

Den Kirchwalsedern schwebt Ähnliches vor. Sie wollen ein Vereinsheim in der Nähe des Sportplatzes schaffen. Auf der Agenda haben sie zudem bislang Themen, die den Ortskern betreffen. So wünschen sie sich, dass der Verkehr entschleunigt wird, und sie möchten den Dorfplatz gestalten.

Ortsübergreifend sind Wander- und Radwege wichtig. Hemsbünde fasst eine Umfunktionierung der alten Bahntrasse ins Auge. In Bothel möchte man gerne einen Wanderweg Richtung Hassel über die sogenannte Tabakbrücke realisieren.

Aus den Gemeinden haben sich jeweils vier Personen zu einem sogenannten Kompetenzteam zusammengetan, erklärt Lange. Dies hat sich in der vergangenen Woche getroffen und dabei auch besprochen, wie in den Ortschaften an den einzelnen Projekten weitergearbeitet wird. Außerdem hätten sie in dieser kleinen Runde auch noch einmal die bisherigen Ergebnisse festgehalten. Lange verrät, dass im weiteren Verlauf für Januar Veranstaltungen angedacht sind, in denen ortsübergreifend über bestimmte Themen diskutiert werden soll. Dort sollen auch Institutionen, Vereine und Verbände, zum Beispiel Nabu oder Landvolk, verstärkt eingebunden werden.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

US-Sanktionen gegen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2

US-Sanktionen gegen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2

Wir sind die Generation Sandwich, na und?

Wir sind die Generation Sandwich, na und?

Weihnachtsgeschenke gekonnt loswerden

Weihnachtsgeschenke gekonnt loswerden

New-York: Das bietet der Reichen-Rummel Hudson Yards

New-York: Das bietet der Reichen-Rummel Hudson Yards

Meistgelesene Artikel

Lässt sich Wilderei mit Tourismus bekämpfen? Lauenbrückerin forscht in Simbabwe

Lässt sich Wilderei mit Tourismus bekämpfen? Lauenbrückerin forscht in Simbabwe

Milan durchkreuzt Windkraftpläne

Milan durchkreuzt Windkraftpläne

Heimatfestival 2020: Abramowicz und Mullersand sind auch dabei

Heimatfestival 2020: Abramowicz und Mullersand sind auch dabei

Kommentare