EU-Region strebt Zertifizierung an

Hohe-Heide-Radweg wird zur Premium-Route

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Werner Thies (l.), Vorsitzender des Botheler Seniorenbeirats, dankte Hohe-Heide-Regionalmanager Guido Pahl für die umfangreichen Infos über die Förderregion.

Bothel - Von Tobias Woelki. Radwege gibt es viele in der Region. Und auch der Hohe-Heide-Radweg bei Bothel besteht bereits seit vielen Jahren. Doch nun plant die EU-Region Hohe Heide, die sich von Neuenkirchen im Heidekreis bis Kirchlinteln im Landkreis Verden und von Hemsbünde bis Kettenburg erstreckt, diesen Radweg zu Marketing-Zwecken in eine Premium-Route umzuwandeln.

Denn um ein Zertifikat des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs (ADFC) und des Tourismusverbands Niedersachsen zu erhalten, müssen bestimmte Vorgaben erfüllt werden. Dadurch erhoffen sich die Verantwortlichen einen Aufschwung des Tourismus und eine höhere Wertschöpfung für die Region.

Das Projekt präsentierte Guido Pahl, Regionalmanager der Hohen-Heide-Region, während der jüngsten Sitzung des Seniorenbeirates der Samtgemeinde Bothel. Der Radweg verbindet die Kommunen der Samtgemeinde Bothel mit Kirchlinteln, Scheeßel, Fintel, Schneverdingen, Neuenkirchen, Soltau, Bad Fallingbostel, Walsrode und Visselhövede.

Hoffen auf ADFC-Siegel

Die Planungsarbeiten dazu hat ein Büro, das international tätig ist, bereits angefertigt. „Bis August dieses Jahres haben die Planer den Bestand aufgenommen, Handlungsanweisungen formuliert, den Schilderbedarf ermittelt, ein Konzept zur Unterhaltung des Wegenetzes und zur Vermarktung entworfen“, erläuterte Pahl den Senioren, die zur Sitzung erschienen waren.

Der Hohe-Heide-Radweg muss diverse Voraussetzungen erfüllen, damit ihn die beiden Verbände als Premiumradweg anerkennen. Dazu gehört die Streckenqualität, die Routenführung, die Verkehrssicherheit, die Befahrbarkeit und auch die entsprechende Beschilderung. Des Weiteren müssen sich die Nutzer über einen extra aufgelegten Flyer informieren können, und natürlich muss die Strecke regelmäßig von Fachleuten kontrolliert werden.

Bundesweit bewerben

„Den Hohe-Heide-Radweg wollen wir bundesweit bewerben. Er verläuft durch schöne Landschaft an der Imkerstuuv in Groß Heins oder am Heidegarten in Schneverdingen vorbei“, sagte Pahl. Um das Premiumsiegel letztlich zu bekommen, sind rund 100.000 Euro notwendig, um die Maßnahmen umzusetzen.

Zusätzlich berichtete Pahl über Grundsätzliches zur Hohen Heide: „Die aktuelle Förderperiode läuft noch bis 2020. Während andere Regionen kaum ein Euro ausgegeben haben, haben wir bereits Projekte in Höhe von mehreren hunderttausend Euro gefördert.“

Bisher sei bereits vieles realisiert worden, von dem auch die Samtgemeinde Bothel profitierten würde. „So wurden die Friedhöfe in Bothel, Brockel und Hemslingen zu Gärten der Kommunikation umgewandelt. Es hat außerdem viel Geld zum barrierefreien Umbau des Botheler Freibades gegeben“, so Guido Pahl.

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