Hohe Gewerbesteuereinnahmen / Rat verabschiedet Zahlenwerk einstimmig

In Hemsbünde klingelt es mächtig in der Kasse

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Hemsbünde hat das Geld zur Verfügung, um demnächst viele Projekte realisieren zu können.

Von Jens Wieters und Tobias Woelki - Erstmals seit Jahren hat der Hemsbünder Gemeinderat den Haushaltsplan für das laufende Jahr einstimmig beschlossen. „Dank guter Steuereinnahmen durch die Betriebe und der allgemeinen guten wirtschaftlichen Lage ist Hemsbünde die finanzstärkste Gemeinde im Bereich der Samtgemeinde Bothel“, freut sich Bürgermeister Manfred Struck (SPD).

„Das stimmt“, bestätigt Kämmerer Michael Fehlig. Der Fachmann der Samtgemeindeverwaltung weist darauf hin, dass Hemsbünde 2015 sogar den relativ reichen Nachbarn Brockel überholt habe.

Wie in vielen anderen Kommunen auch, sei der Grund vor allem in den immens gestiegenen Gewerbesteuereinnahmen zu finden. „2014 und 2015 haben sich die Einnahmen der Gemeinde aus der Gewerbesteuer mit 1,34 und 1,22 Millionen Euro gegenüber rund 520.000 Euro in 2013 fast verdreifacht“, so Fehlig. Für das laufende Haushaltsjahr verbucht die Gemeinde Hemsbünde 1,9 Millionen an Erträgen, aber 2,4 Millionen Euro an Aufwendungen. „Macht unterm Strich ein negatives Ergebnis von 500000 Euro, was aber wiederum daran liegt, dass Rücklagen gebildet werden für die Umlage, die dann erst im nächsten Jahr fällig werden“, erläutert Fehlig das komplizierte System.

Einfacher verhalte es sich mit den Investitionen, denn der Gemeinde stehen knapp 270000 Euro zur Verfügung. Damit sollen verschiedene Projekte angeschoben werden. Eines davon ist das Dörfergemeinschaftshaus Hastedt. Dort steht der Tausch der alten Fenster gegen neue an. Ein Maler soll den öffentlichen Bereich mit Farbe versehen, neue Vorhänge an der großen Fensterfront sind vorgesehen und ein neuer Teppich ist gewünscht. 35.000 Euro sind dafür veranschlagt.

Des Weiteren ist eine Sanierung des Schulsteegs geplant, der als Rad- und Wanderweg Hemsbünde mit Worth verbindet (20.000 Euro). In der Dorfgemeinschaftsanlage in Hemsbünde steht eine energetische Sanierung der Außenfassade oberhalb des Schießstands an. Zusätzlich sollen die gesamten Fenster und die Eingangstüren erneuert werden (180.000 Euro).

40000 Euro sind für die Sanierung des Rodauwegs eingestellt und jeweils 12000 Euro für neue Geräte auf dem Spielplatz „Hinterm Brüggefelde“ sowie für den Eingangsbereich des Hemsbünder Friedhofes und für eine Fläche für Beisetzungen per Urne.

„Dass jetzt richtig Geld für Investitionen zur Verfügung steht, haben wir der nachhaltigen und weisen Arbeit der vergangenen Gemeinderäte zu verdanken“, heißt es in einer Mitteilung des Finanzausschussvorsitzenden Ludger Brinker (CDU). „Es war damals richtig, trotz der vielen Proteste auch innerhalb des Rats, neue Gewerbegebiete auszuweisen.“ Das lasse sich auch an Zahlen festmachen, so Brinker: „Wir haben rund 1200 Einwohner, die über 800 Arbeitsplätze verfügen“, so Brinker, der auch darauf hinweist, dass 116 Gewerbebetriebe im Gemeindegebiet ansässig sind.

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