Brockeler Galerie-Holländermühle ist Pfingstmontag geöffnet

Historische Technik mit Wind und Dampf

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Gerd Krüger, Vorsitzender des Mühlenvereins, erwartet am Pfingstmontag wieder viele Besucher in Brockel. 

Brockel - Von Tobias Woelki. Zum Deutschen Mühlentag am kommenden Pfingstmontag öffnet der Mühlenverein Brockel die Türen des altehrwürdigen Galerie-Holländers für interessierte Besucher. „Wir werden die Mühle bis 18 Uhr für unsere Gäste offen halten. Jeder Besucher kann sich auch die Technik der Mühle von den Müllern Gerhard Dittmers und Werner Mattick erklären lassen“, kündigt Vereinsvorsitzender Gerd Krüger an.

Zu sehen sind dann neben der Technik des Mahlens von Getreide auch weitere Arbeiten eines Müllers. Denn der war früher auch für die Instandhaltung der Mechanik zuständig.

Aber auch früher gab es mal Tage, an denen der Wind nicht so richtige wehte. Dann wurde das Mahlwerk mit einer Dampfmaschine angetrieben. Den Betrieb dieses Motors erläutern die beiden Maschinisten Manfred Mierwald und Fritz Jahn den Gästen am Montag ausführlich.

Mit einem Open-Air-Gottesdienst startet der Aktionstag vor der Mühle. „Wir hoffen auch in diesem Jahr wieder auf gutes Wetter, aber wir sind auf alles vorbereitet, was vom Himmel kommt“, so Krüger. Der Gottesdienst beginnt um 10 Uhr und endet etwa eine Stunde später. Nach Abschluss des Gottesdienstes öffnet die Mühle und das Gerätemuseum seine Türen.

Der Mühlenverein Brockel wurde 1993 gegründet. Krüger: „Unsere Aufgabe ist es, dieses einmalig historische Denkmal der Region und der Nachwelt zu erhalten. Als der Verein die Mühle übernommen hat, war sie in einem katastrophalen Zustand. Sehr viel wurde durch die Mitglieder in Eigenleistung erbracht, um die Mühle in den jetzigen Zustand zu versetzen. Jetzt freuen wir uns natürlich sehr, dass wir wieder eine funktionstüchtige Mühle im Dorf haben, die in der Region ihresgleichen sucht.“

Ohne öffentliche Zuschüsse und private Spenden wäre dies sicherlich nicht gelungen. Die laufenden Kosten für die Unterhaltung der Mühle werden durch die jährlichen Mitgliedsbeiträge des Mühlenvereins teilweise gedeckt. Krüger: „Große Sprünge können wir uns aber nicht erlauben. Wir müssen permanent kleinere und mittlere Reparaturen aus dem eigenen Fundus realisieren. Daher freuen wir uns über weitere Fördermitglieder für unseren gemeinnützigen Verein. Neue Mitglieder, die unserem Verein beitreten, können uns auch aktiv unterstützen.“

Denn es werde jede helfende Hand benötigt. Außerdem suchen die Mühlenfreunde für die Zukunft weitere Mitglieder, die sich zum ehrenamtlichen Müller ausbilden lassen möchten. „Aber auch technisch interessierte Mitglieder für alle möglichen Bereiche der Mühle sind uns herzlich willkommen“, so Gerd Krüger.

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