Hemslinger Amtsinhaber hat Freude an seinem Job

Henry Gerken will Bürgermeister bleiben

Nach fünf Jahren im Amt hat Henry Gerken die Lust nicht verloren: „Ich trete wieder an“, so der SPD-Bürgermeister. -  Foto: Woelki

Hemslingen - Seine Wahl im Jahr 2011 war einem politischen Erdbeben gleichzusetzen, denn der Sozialdemokrat Henry Gerken wurde Hemslingens neuer Bürgermeister, durchbrach so die jahrzehntelange Dominanz der CDU. Und Gerken hat offenbar Freude am Job, denn er sagt klar und deutlich: „Ich bin bereit, erneut für das Bürgermeisteramt zu kandidieren.“

Nicht nur der 58-Jährige wirft zur Kommunalwahl am 11. September seinen Hut wieder in den Ring, sondern „alle SPD-Ratsmitglieder werden wieder antreten“, betont Gerken.

Denn es stünden „noch viele Projekte an“, wie zum Beispiel die Umsetzung von Maßnahmen des Generalentwässerungsplans. „Auch die Umgestaltung im Bereich der anonymen Bestattung auf dem Söhlinger Friedhof und vor allem die Suche nach Potenzialflächen für Wohnbebauung in der Gemeinde gehören dazu“, sagt Gerken.

Mit den vergangenen fünf Jahren ist der Bürgermeister zufrieden: „Wir haben die Kindertagesstätte neu- und umgebaut, den Hemslinger Friedhof zu einem Garten der Kommunikation umgestaltet und angefangen, die Bürgersteige schrittweise zu sanieren – trotz eines zwischenzeitlichen Einbruchs der Gewerbesteuer. Aber unsere Einnahmen haben sich zum Glück wieder erholt.“

Im Rat herrsche größtenteils Einigkeit, nachdem „alle ein halbes Jahr nach meiner Wahl zur Sacharbeit zurückgekehrt waren“, betont der 58-jährige Teigmacher, der seit 40 Jahren bei einer Schneverdinger Keksfabrik arbeitet. Dort ist er seit 26 Jahren Betriebsratsvorsitzender. Gerken stellt auch klar: „Parteidenken stand im Rat nie im Vordergrund.“

Aber dennoch: Jahrzehntelang herrschte die CDU mit absoluter Mehrheit im Gemeinderat Hemslingen, bestimmte die Politik und beteiligte die SPD nur ein Stück weit an der Macht, in dem sie den Genossen den Posten des stellvertretenden Bürgermeisters überließ. Ein Amt, das Henry Gerken gut kennt, denn er hatte es 20 Jahre inne – erst an der Seite des inzwischen verstorbenen Bürgermeisters Ernst Lüdemann (neun Jahre), dann bei Bürgermeisterin Annegret Kregel (elf Jahre).

Doch mit der Kommunalwahl 2011 verschoben sich die Machtverhältnisse. CDU und SPD zogen mit je fünf Mitgliedern in den Rat ein. Und auch die Grüne-Kandidaten Birgit Brennecke freute sich über ein Mandat. Bei der Bürgermeisterwahl kandidierte die damalige Amtsinhaberin Annegret Kregel (CDU) in einer Kampfabstimmung gegen Henry Gerken – und unterlag. Noch am selben Abend verzichtete sie auf ihr Mandat, damit rückte Manfred Möhlmann (CDU) nach. „Bei uns in der SPD war damals wie jetzt klar, dass ich kandidieren werde“, erinnert sich Bürgermeister Henry Gerken an die damaligen und aktuellen Gespräche. -  woe

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