Viel EU-Geld als Förderung

Hemslinger Schulsporthalle wird komplett saniert

Michael Carstens (l.) und Dirk Eberle in der Hemslinger Sporthalle vor den nicht mehr zeitgemäßen Schwingtüren der Geräteräume.
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Michael Carstens (l.) und Dirk Eberle in der Hemslinger Sporthalle vor den nicht mehr zeitgemäßen Schwingtüren der Geräteräume.

Unter anderem schlecht klimatisiert ist die Sporthalle in Hemslingen. Daher wird sie nun saniert und auf zeitgemäßen Stand gebracht.

Hemslingen – Eine Sporthalle ist zum Sport treiben da. Aber nicht immer. Zumindest in Hemslingen nicht, Denn die kleine Turnhalle an der Grundschule wird nicht nur für den Sportunterricht genutzt, sondern als Mehrzweckhalle für Veranstaltungen aller Art, Aufführungen oder Infoabende. Blöd nur, wenn die Leute im Winter dicke Jacken brauchen und im Sommer auch ohne Sport kräftig ins Schwitzen kommen. Und auch darum wird die Sporthalle runderneuert.

„Das geht natürlich nur, wenn dafür auch die entsprechenden Mittel da sind. Und die kommen mal wieder von der EU“, freut sich Bothels Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle über den entsprechenden Zuwendungsbescheid, der ihn erreicht hat. Und der kann sich sehen lassen, denn 53 Prozent der anstehenden Baukosten werden über das Programm Ziele, das den ländlichen Raum entwickeln soll, gefördert. „Das ist schon ein ordentlicher Schluck aus der Pulle“, so Bürgermeister.

„In Zahlen ausgedrückt bedeutet das, dass wir 360 000 Euro bekommen“, so Michael Carstens, Bauingenieur der Samtgemeinde, der das Projekt betreut und mit einem Baukostenvolumen von etwa 686 000 Euro rechnet.

Eine schöne Stange Geld zwar, das aber sinnvoll investiert werden soll. Dabei steht vor allem die Sanierung des Hallenbodens im Vordergrund, denn aktuell turnen die Kinder noch auf einem Holzfußboden, der „zwar gut aussieht, aber für eine Sporthalle schon lange nicht mehr zeitgemäß ist“, wie Carstens betont. Darum komme der Boden raus und werde durch einen modernen Schwingboden ersetzt.

Auch die gesamte Raumaufteilung der Kleinfeldsporthalle, die innen 18 mal zehn Meter misst, entspricht nicht mehr den neuesten baulichen Gesichtspunkten. „In den 1970er Jahren, als die Halle wohl gebaut worden ist, hat man sich offenbar über die Aufteilung der Räume noch nicht so viele Gedanken gemacht“, so Eberle.

Bisher ist es nämlich so, dass ein Umkleideraum nur vom Flur aus erreichbar ist, der andere muss entweder über den Hallenraum betreten werden, oder „man muss zunächst durch den ersten Umkleideraum. Das geht so nicht mehr“, sagt Carstens.

Also liegt es an ihm und an dem spätestens Anfang Juli beauftragten Planer, das ganze Raumkonzept „schlauer aufstellen“, wie Eberle fordert. Das gelte im Übrigen auch für die Lehrertoilette und -dusche, wo jetzt Türen eingebaut sind, die für breitschultrige Nutzer nur seitwärts zu passieren sind. „Hinzu kommt auch, dass die für Schulsporthallen geltenden Brandschutzbestimmungen mit den Fluchtwegen umgesetzt werden. Eine energetische Sanierung des Hauses gehört ebenfalls dazu“, so Carstens, der aber auch einschränkt, dass der Gebäudekörper als solcher nicht vergrößert werde.

Eine echtes Highlight des Bauvorhabens, das im letzten Quartal dieses Jahres beginnen soll, ist aber eine Klima- und Lüftungsanlage, die mit neuester Technik glänzt. Eberle: „Das Gerät kann innerhalb kürzester Zeit die Luft in der Halle einmal komplett austauschen.“ Im Bauamt habe man sich dafür entschieden, weil vor dem Corona-Hintergrund gerade im Schulausschuss darüber diskutiert worden sei, mobile Lüftungsgeräte anzuschaffen. „Allerdings wären wir für unsere Schulen mit 100 000 Euro dabei gewesen, darum hatten wir davon abgesehen, aber beschlossen, bei Neu oder Umbauten entsprechende Lüftungen einzubauen“, klärt der Verwaltungschef auf. Das ist im Hemslinger Fall auch bitter nötig, denn die hintere Umkleidekabine hat kein Fenster und nur einen Abzug im Miniformat.

Aber die Anlage kann noch mehr: So wird sie im Winter als Heizung dienen und im Sommer dafür sorgen, dass es den Sportlern nicht zu warm unterm Trikot wird. „Wir werden vom Planer noch genau berechnen lassen, wie und ob überhaupt Infrarotwärmestrahler unter der Decke angebaut werden müssen, oder ob die Klimaanlage reicht“, informiert Fachingenieur Carstens.

„Diese anstehende Maßnahmen zeigt wieder einmal, dass wir auch in anderen Gemeinden in unserer Samtgemeinde aktiv werden und nicht nur in der Regeion Wiedau-Walsede, weil dort das Dorfentwicklungsprogrammgerade auf vollen Touren läuft. Bei uns wird niemand vergessen“, stellt Dirk Eberle klar. Er sei mit Blick auf die Sporthalle froh, dass der Samtgemeinderat die Personalaufstockung im Bauamt mittrage, denn die Vergaberichtlinien würden immer komplexer.

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