1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Rotenburg
  4. Bothel

Hemsbünder Tiny-House-Pläne vorerst auf Eis

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Judith Tausendfreund

Kommentare

Die Pläne einer Hemsbünderin, eine kleine Tiny-House-Siedlung auf ihrem Grundstück einzurichten, verfolgt der Gemeinderat vorerst nicht weiter.
Die Pläne einer Hemsbünderin, eine kleine Tiny-House-Siedlung auf ihrem Grundstück einzurichten, verfolgt der Gemeinderat vorerst nicht weiter. © Tausendfreund

Tiny-Houses, die auch Wohnraum für Flüchtlinge bieten können, will eine Hemsbünderin aufstellen. Der Gemeinderat will aber erst die Stellungnahme des Landkreises abwarten, bevor er das Thema weiter behandelt.

Hemsbünde – Den Begriff „Tiny-House“ muss man inzwischen kaum mehr erklären – die Idee des reduzierten Wohnens auf kleiner Fläche macht schon seit Jahren „Karriere“. Beispielsweise in Visselhövede gibt es einen größeren Anbieter dieser theoretisch rollenden Häuser.

In Hemsbünde hat nun eine Anwohnerin die Idee, gleich mehrere dieser kleinen Wohnräume auf dem eigenen Grundstück aufzustellen. Entsprechend hat sie einen Antrag gestellt, der nun in der Gemeinderatssitzung beraten wurde.

Die Anwohnerin hatte zuvor formuliert, dass die Tinys unter anderem auch geeignet seien, Flüchtlinge unterzubringen. Denn die kleineren Module könnten so miteinander kombiniert werden, sodass auch Familien dort Platz finden würden. Später könnten die so geschaffenen Unterkünfte auch als Ferienwohnung oder als Mietobjekte Verwendung finden. Perspektivisch könnte man einen Erholungsort erschaffen und so auch die gesamte Region attraktiver werden lassen.

Genau diese breit angelegte Nutzungsvision sorgte für eine kurze Diskussion im Gemeinderat. Manfred Struck (UWB) betonte, er begrüße grundsätzlich die Bereitschaft, Wohnraum zu schaffen und für die Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen. Vorausgesetzt, das Projekt sei vonseiten des Landkreises genehmigungsfähig, sollte die Gemeinde grundsätzlich die Idee auch befürworten. „Aber es macht mir Bauchschmerzen, wenn ich diese vielen unterschiedlichen Nutzungen sehe“, so Struck.

Und eines müsse vor einer entsprechenden Genehmigung unbedingt noch geklärt werden: „Zurzeit gibt es keinerlei Zuwegung zu dem Gelände, am Ende könnte auf die Gemeinde die Aufgabe zukommen, für einen adäquaten Anfahrtsweg zu sorgen“. Er sehe die Planung darum insgesamt als kritisch, fasste Struck zusammen.

Andere Ratsmitglieder fragten nach der Größe der Fläche. Bürgermeister Ludger Brinker (CDU) betonte, dass rund 14 000 Quadratmeter als Größenangabe im Gespräch seien. Aktuell sei aber noch nicht klar, wie viele dieser Mini-Häuser die Antragstellerin auf ihrem Gelände plane.

Vorab hatte schon der Verwaltungsausschuss sich dafür ausgesprochen, den Antrag, so wie er aktuell im Raum steht, zur Prüfung an den Landkreis weiterzureichen. Dieser Idee schloss sich nun auch der Rat einstimmig an. Erst nach einer entsprechenden Einschätzung der Kreisbehörde wolle man sich dann wieder mit der Idee beschäftigen, so der einmütige Tenor der Kommunalpolitiker.

Auch interessant

Kommentare