Proben an Bohrlöchern: Samtgemeinde sieht keine Zuständigkeit

Hemsbünde bekommt keinen Cent für Prüfung

Die Erdgasförderstelle in Worth. Ein Bodengutachten um die und andere aktive und ehemalige Förderstellen auf Hemsbünder Gebiet muss die Gemeinde selbst bezahlen. - Foto: Woelki

Bothel - Keinen Cent erhält die Gemeinde Hemsbünde von der Samtgemeinde Bothel für ein Bodengutachten an Erdgasförderstellen auf Hemsbünder Gebiet, das der Gemeinderat in Auftrag geben will.

Auf Initiative der WWH-Ratsfrau Carolin Muschter hatten die Hemsbünder Politiker während ihrer vergangenen Sitzung beschlossen, selbst Bodenuntersuchungen an Erdgasförderstellen innerhalb ihres Gemeindegebietes zu veranlassen. Dazu verlangt die Gemeinde eine Kostenbeteiligung für den Sachverständigen.

Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle erklärte während der Sitzung des Samtgemeinderats, dass er im Vorfeld mit den beiden größeren Fraktionen über das Anliegen gesprochen habe und von dort ein Einvernehmen mit seiner Position zu dieser Frage signalisiert bekommen habe. „Ich werde Hemsbündes Bürgermeister Struck antworten, dass die Samtgemeinde die Ergebnisse und insbesondere den Abschlussbericht der laufenden Bodenuntersuchungen des Landesbergamtes abwarten werde. Parallel dazu ohne diese Ergebnisse als Grundlage und ohne eine eigene Zuständigkeit wird ein solcher Auftrag nicht erteilt“.

Eine Kostenbeteiligung sei ohne eine Abstimmung mit den anderen Mitgliedsgemeinden nicht möglich und zuvor müsse ein entsprechender Beschluss des Samtgemeindeausschusses getroffen werden, was bis zur gesetzten Frist, die bereits verstrichen sei, nicht möglich gewesen wäre.

Eberle weiter: „Der Umfang einer solchen Untersuchung müsste geklärt und die Leistung selbstverständlich über eine Ausschreibung bei mehreren Dienstleistern abgefragt werden. Und wir wollen die vom Ministerpräsidenten und der Gesundheitsministerin des Landes Niedersachsen versprochene sorgfältige Aufklärung der Krebsfälle ohne Einschränkung einfordern.“

Der Verwaltungschef informierte weiter, dass zu dieser Thematik in der Zwischenzeit zwei Gespräche mit Bellener Anwohnern im Rathaus stattgefunden hätten und die Informationsveranstaltung des Rates in Hemslingen gelaufen sei, die „sehr gut besucht gewesen ist“.

Auch das jüngste Erdbeben in der Region vom 29. Mai war Thema im Samtgemeinderat. „Das Ereignis ging ausführlich durch die Medien. Bei uns im Rathaus sind bisher keine Schadensmeldungen eingegangen. Bürger mit entsprechenden Ansprüchen sollten sich möglichst umgehend bei der Schlichtungsstelle des Landkreis Rotenburg oder bei der Dea melden“, informierte Dirk Eberle.

woe

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