Geringer Wasserdruck in Süderwalsede: Versorgungsverband lädt zum Infoabend

„Für Trinkwasser reicht das völlig“

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Bei Einsätzen der Feuerwehr in Süderwalsede fällt der Wasserdruck in den Haushalten ab. Der Wasserversorgungsverband Rotenburg-Land sucht nun den Dialog.

Süderwalsede - Von Matthias Röhrs. Kaum Druck auf der Wasserleitung – dieses Szenario kennen viele Süderwalseder. Immer wenn viel Wasser gebraucht wird, insbesondere bei Einsätzen der Feuerwehr oder bei großer Hitze, kommt kaum noch Wasser aus dem Hahn. Für die Bürger keine befriedigende Situation, weiß auch Volker Meyer, Chef vom Wasserversorgungsverband Rotenburg-Land (WVV). Nun will er mit den Süderwalsedern ins Gespräch kommen.

Dazu lädt Meyer sie für Donnerstag (19.30 Uhr) ins Dorfgemeinschaftshaus des Ortes ein. Dann will er für Verständnis werben, dass es bei „außergewöhnlichen Ereignissen“ zu Engpässen in der Wasserversorgung kommt.

Außergewöhnliche Ereignisse? „Ein Brand oder eine Hitzewelle“, erklärt Meyer. Doch gerade die Brandschützer schlagen in dieser Sache Alarm. Erst auf der Jahreshauptversammlung Anfang Februar betonte die Feuerwehr Süderwalsede noch einmal die schwierige Wasserversorgung bei Feuer. „Unsere Aufgabe ist, Trinkwasser bereitzustellen“, sagt Meyer. Die entsprechenden Vorschriften zu dieser Versorgung würde der WVV einhalten, die Löschwasserversorgung über die Trinkwasserleitungen allerdings sei dagegen eher ein „nice to have“.

Meyer schätzt die Arbeit der Ehrenamtlichen in den Feuerwehren, und genau deshalb will er sich jetzt persönlich an diese wenden, um all ihre Fragen zu beantworten und den Sacherverhalt genau und diplomatisch zu erklären. „Das sind ganz wichtige Ehrenamtler“, sagt er, „wir versuchen, sie in dieser Frage mitzunehmen“. Sie und der WVV würden „in einem Boot sitzen“. Auch mögliche Lösungen des Druckproblems diskutiere er gerne mit den Interessierten am Donnerstag, stellt aber klar, dass dies eine politische Entscheidung sei, ob das Geld dafür in die Hand genommen wird. Die Frage allerdings sei, ob sich das lohne.

In Süderwalsede sei das Problem, dass die Ortschaft am Rande des Versorgungssystems des Wasserversorgungsverbandes liege, zudem liege sie mit 60 Metern über dem Meeresspiegel vergleichsweise hoch. Das Wasser müsse hochgepumpt werden, dabei gehe der Druck verloren. Bis zu drei Bar Differenz könne es so zu anderen Orten geben, aber: „Für Trinkwasser reicht das völlig“, sagt der WVV-Chef.

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