Moderne Fahrerhäuser trotzen der Rettungsschere

Feuerwehren aus Bothel und Rotenburg üben an Unfall-Lkw

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Erst nach einer gemeinsamen Aktion der beiden Feuerwehren gelang die schonende Rettung der „Person“.

Bothel - Verkehrsunfälle mit einem Lkw stellen Feuerwehren immer wieder vor neue Herausforderungen. Um fit zu sein für solche Einsätze, müssen die Rettungskräfte mit ihren Gerätschaften üben. Das Problem an der Sache sind die schwer zu beschaffenen Übungsobjekte. Der Förderverein der Feuerwehr Bothel hat sich nun dafür eingesetzt, eine Lkw-Kabine von der Firma Alga aus Sittensen zu bekommen.

Sollte es zu einem Verkehrsunfall im Bereich Bothel kommen, dann wird nicht nur die örtliche Feuerwehr alarmiert, sondern auch immer ein Rüstwagen des Landkreises. Aus diesem Grund beteiligte sich die Feuerwehr Rotenburg an der Übung, die am Botheler Feuerwehrhaus stattgefunden hat.

Unterschiedlichste Methoden finden bei dem Rettungsversuch Anwendung

Zunächst stand laut Feuerwehrmitteilung ein theoretischer Teil an, an dem 25 Personen teilnahmen. Im Anschluss gab es eine Einweisung an den Rettungsfahrzeugen, auf denen die Geräte angebracht sind. An der simulierten Unfallstelle wurde zunächst angenommen, dass der Laster aufgefahren sei. Dazu wurde ein Feuerwehrfahrzeug symbolisch vor die Kabine gestellt, um die Lage möglichst originalgetreu nachzubilden. Die beiden Feuerwehren aus Bothel und Rotenburg arbeiteten in Absprache zusammen.

„Mit den schweren Rettungsgeräten wurde versucht, zunächst die Türen zu entfernen, um dann mit Hydraulikstempel das gestauchte Fahrerhaus auseinander zu drücken. Dabei musste sehr präzise von beiden Seiten gearbeitet werden. Anschließend wurde dann das Dach hydraulisch angehoben und die Person gerettet“, schreibt die Feuerwehr. Danach wurde versucht, durch die Rückwand in das Fahrerhaus zu gelangen. Mit einem Plasmaschneider wurde das Metall geschnitten, aber durch die Hitzeentwicklung kam es immer wieder zum Brand in der Fahrerkabine, der gelöscht werden musste. Auch mit Sägen und Hebelwerkzeugen wurde versucht, eine Öffnung herzustellen.

Nicht alles ist möglich, da der Patient im Vordergrund steht

„Wichtig waren die Erfahrungen, die bei der Arbeit erlangt wurden. Es zeigte sich, dass nicht alles möglich ist, da der Patient immer im Vordergrund steht und es bei aller Schnelligkeit immer noch eine schonende Rettung geben sein muss“, so die Feuerwehr. Die heutigen Lkw seien so stabil gefertigt, dass die Retter kaum noch etwas mit einer Rettungsschere ausrichten können, sondern es müsse immer versucht werden, das Fahrzeug in seine ursprüngliche Lage zurückzudrücken. „Für alle Beteiligten war es ein erfolgreicher Nachmittag, vor allem die Teamarbeit mit einer anderen Feuerwehr ist wichtig“, heißt es weiter.

jw

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