Kooperation für die Dorferneuerung

Gemeinsam die Zukunft gestalten

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Rund 50 Zuhörer verfolgten die Auftaktveranstaltung zur Bewerbung in das Dorferneuerungsprogramm.

Bothel - Die Gemeinden Bothel, Brockel, Hemsbünde und Kirchwalsede wollen gemeinsam den Weg gehen, die Zukunft ihrer Ortschaften zu gestalten. Dazu haben die Gemeinden die Verbunddorferneuerung Bothel und umzu gebildet, um öffentliche Gelder für notwendige Strukturmaßnahmen im öffentlichen und privaten Raum einzuwerben.

Doch zuvor muss sich die Region um die Aufnahme in das Programm bewerben und konkurriert mit vielen anderen Regionen landesweit um die begehrten Förderplätze. Der Start des Bewerbungsverfahrens erfolgte am Donnerstagabend im Botheler Bürgerhaus mit der Auftaktversammlung. Der beauftragte Planer Andreas Ackermann aus Hannover-Linden informierte die mehr als 50 Gäste über den Verfahrensablauf. Nach der Begrüßung durch Bothels Bürgermeister Heinz Meyer erklärte Samtgemeindebürgermeister Dirk Eberle: „Seit Jahren unternahm Bothel den Anlauf, ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden. Doch der Ort ist zu groß für die Dorferneuerung und zu klein für die Stadterneuerung. Nach dem das Land beschlossen hat, künftig statt einzelner Dörfer nun Regionen zu fördern über eine Verbunddorferneuerung, ergibt sich dadurch die Chance für Bothel und umliegende Gemeinden.“

Andreas Ackermann

Aber das Geld gibt es nicht einfach so, denn es muss schon im Detail definiert werden, was die Region will. Planer Andreas Ackermann: „In der Verbunddorferneuerung geht es zunächst darum, wohin sich eine Region mit mehreren Dörfern in den nächsten 25 Jahren entwickeln will und wo die Bürger Handlungsbedarf sehen.“

In der Verbunddorferneuerung gehe es darum, den Charakter und die Eigenarten der Region herauszustellen. Es sollten die ländlichen Räume in den Dörfern mit ihrer Wohn-, Arbeits- und Sozialsituation entwickelt, an die Zukunft angepasst und das innerörtliche Gemeinschaftsleben sowie die landwirtschaftlichen Betriebe und die Wirtschaftskraft der Region gestärkt werden.

Aber auch das geht nicht von selbst. So ist der Planer auf die intensive Mitarbeit der Bevölkerung in allen vier Gemeinden Bothel, Brockel, Hemsbünde und Kirchwalsede angewiesen. Dazu werden in allen Gemeinden Bürgerversammlungen veranstaltet, um viele Anregungen und Wünsche zu sammeln, um sie in einem Aufnahmeantrag für die Dorferneuerung einzustellen. Je mehr Ideen und Argumente gesammelt werden, umso höher ist die Chance, ins Dorferneuerungsprogramm zu rutschen. Ackermann kündigte an: „Man braucht einen langen Atem. Von der Antragstellung über die Aufnahme ins Förderprogramm bis hin zur Umsetzung erster Projekte können sogar drei, vier Jahre vergehen.“ 

woe

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