Botheler Freibad wird saniert / Personalmangel behoben

Es geht voran

Noch ist das Wasser in den Becken nicht schön anzusehen, auch an einigen Ecken im Bad nagt der Zahn der Zeit deutlich. Das will die Gemeinde Bothel mit Bürgermeister Heinz Meyer nun ändern. Foto: Beims

Bothel – Die vergangene Saison war keine gute für das Botheler Freibad. Obwohl das Wetter auch im Sommer 2019 keine Wünsche offen ließ, es viel Zeit für Badevergnügen für Klein und Groß gab, da die heißen Tage Lust auf ein erfrischendes Nass machten. In Bothel gab es dienstags einen Ruhetag, generell gekürzte Öffnungszeiten und an manchen Tagen musste das Bad auch ganz zu bleiben – die Folge der dortigen Personalknappheit. Das soll sich in diesem Jahr ändern, verspricht Bothels Bürgermeister Heinz Meyer. Dazu bedarf es allerdings auch der Hilfe der Botheler und der Wasserraten aus der Umgebung. „Die Botheler Bevölkerung soll das mehr annehmen, damit das Bad nicht geschlossen werden muss“, appelliert Meyer.

Doch ohne Zuschüsse rentiere sich das Botheler Bad ohnehin nicht – wie viele andere Freibäder auch. „Jeden fünften Tag schließt in Deutschland ein Bad“, weiß Meyer. Und auch in Bothel habe es schon Gespräche dazu gegeben – bislang war man sich allerdings dann doch einig, dass es erhalten bleiben soll. Deswegen ist vor zwei Jahren auch das Funktionsgebäude mit den Duschen, Umkleiden und der Kasse erneuert worden. Auch der Kiosk erfuhr eine Erneuerung. Als nächstes sind nun das Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken an der Reihe. Teilweise müssen außerdem unterirdische Leitungen repariert, die Technik erneuert und auch einige Schönheitsreparaturen betrieben werden. So müssen Fliesen im Becken erneuert werden und an dem kleinen Fußbad zu den Becken blättert beispielsweise die Farbe ab. „Das ist nicht so eine pralle Lage. Das Bad ist etwa 50 Jahre alt, da ist nie was gemacht worden“, erklärt Meyer. Das werde nun Zeit: „Es braucht dringend äußerliche Veränderungen.“ Je attraktiver das Bad, desto mehr Gäste werden dieses auch gerne wieder nutzen, ist sich der Bürgermeister sicher.

Im Rahmen des Dorferneuerungsprogrammes wird auch das Botheler Bad angefasst. Auf was sich die Kosten insgesamt belaufen, dazu konnte Meyer noch nichts sagen. „Aber das Bad steht an erster Stelle“, betont er. Auch geschützte Liegeplätze soll es geben, Orte zum Ausruhen im Schatten, vor allem für Familien mit Kleinkindern. „Vielleicht mit einem Trampolin. Und eine Kinderrutsche – es gibt viele Ideen, wir müssen gucken, was wir nun umsetzen“, sagt Meyer. Und auch, ob das in einem Zug geschehe oder nach und nach. Aber auch Jugendliche sowie die „eisernen Frühschwimmer“ hat Meyer im Blick. Diese sollen nicht wieder plötzlich vor verschlossenen Türen stehen. Wenn machbar, soll das Bad wieder jeden Tag geöffnet sein, das wäre Meyers Wunsch. „Das ist aber noch in der Schwebe“, sagt er. Wichtig sei aber ohne Frage, dass es das Ziel sei, das Bad ansprechender zu gestalten.

Auch in puncto Personal gibt es Licht am Ende des Tunnels. Nachdem sich das Bad vor zwei Jahren vom damaligen Schwimmeister getrennt hatte, konnte für die Saison 2019 kein Nachfolger gefunden werden. Die Folge: Das Bad war auf Aushilfskräfte aus den umliegenden Gemeinden angewiesen. Doch wurde dort jemand krank, wurden diese zurückbeordert – im schlimmsten Fall blieb das Botheler Bad dann komplett zu. „Das war schon schwierig, gab es doch bald jeden Tag ein neues Gesicht“, erinnert sich der Bürgermeister. Auch die Einnahmen fehlen dann, obwohl diese allein das Bad ohnehin nicht tragen. Doch zur neuen Saison ist eine Schwimmmeisterin gefunden worden. Auch einen Auszubildenden möchte Bothel einstellen. „Das können und würden wir gerne“, so Meyer. Für die Schließzeit im Herbst und Winter strebt er eine Kooperation mit einem anderen Bad an, wo der Azubi dann weiterlernen könnte. Zusätzlich gibt es weitere Badeaufsichten zu Stoßzeiten, wenn im Freibad besonders viel los ist.

Bislang ist der Stand, dass das Bad zum 1. Mai eröffnen wird, Auftakt der neuen Saison – wenn es das Coronavirus denn zulässt. „Das Bad muss bis dahin hergerichtet werden, damit werden wir trotzdem anfangen. Wir haben das im Blick, aber es kann sich ja täglich ändern“, meint der Bürgermeister im Hinblick auf die aktuelle Lage. Der Verkauf der Jahreskarten soll kurz vor Ostern beginnen, „und die Preise sind konstant geblieben“, verrät Meyer.

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