83 Helfer im Einsatz / Ursache unklar / Hoher Sachschaden / Autos zerschmelzen

Garage brennt ab: Zwei Verletzte

Feuerwehrleute bekämpfen die Flammen mit schwerem Atemschutz. Fotos: Wieters

Brockel - Von Jens Wieters. Bei einem verheerenden Garagenbrand, der aus bisher unbekannter Ursache ausgebrochen war, wurden am Dienstagabend die Bewohner des angrenzenden Wohnhauses und Eigentümer des Grundstücks verletzt. Der 62-jährige Hausherr erlitt bei dem Versuch, seinen Hund vor dem Flammenmeer zu retten, Brandverletzungen an den Armen und Beinen. Seine 56-jährige Ehefrau erlitt einen schweren Schock. Beide wurden mit einem Rettungswagen ins Rotenburger Krankenhaus gebracht. Der unverletzte Hund wurde Nachbarn übergeben. Der Sachschaden dürfte allerdings enorm sein, da in der Garage zwei Autos komplett ausgebrannt sind, sodass nur noch die Metallgerippe zwischen den verkohlten hölzernen Gebäudeteilen in den Himmel ragten. Auch das Wohnhaus und weitere Gebäude aus der Nachbarschaft wurden beschädigt.

Der Alarm wurde nach Angaben der Polizei gegen 17 Uhr ausgelöst, als die Bewohner des Hauses und auch Nachbarn den Brand bemerkten. „Als wir nach wenigen Minuten vor Ort waren, brannte der Garagentrakt bereits in voller Ausdehnung“, so Bothels Gemeindebrandmeister Thomas Brunkhorst. Den Feuerwehrleuten, die mit schweren Atemschutz gegen die Flammen vorgehen mussten, war es zunächst wichtig, das Wohnhaus vor weiteren Beschädigungen zu schützen. Mithilfe der Drehleiter der Rotenburger Feuerwehr wurde der Brand auch von oben bekämpft. Dafür mussten die Helfer von verschiedenen Seiten und durch die Gärten der Nachbarn zur lichterloh brennenden Garage vordringen. Auf der war eine Fotovoltaikanlage installiert, die ebenfalls Stück für Stück in Flammen aufging und deren Trägerplatten zu Klumpen zerschmolzen.

Auch der Fiat und der Opel der Familie, die in der Garage hinter verschlossenen Segmenttoren standen, waren nicht mehr zu retten. Außer geschmolzenem Metall und verkohltem Blech blieb von den Autos nichts mehr übrig.

Anwohner mussten wegen des dichten Qualms Fenster und Türen bis etwa 18.30 Uhr geschlossen halten. Der starke Nordwind sorgte dafür, dass die Flammen immer wieder aufloderten. Schwierigkeiten bereitete den Feuerwehrleuten auch das Kaminholz, der in L-Form gebauten großen Garage. Dadurch fanden die Flammen reichlich Nahrung. Nach gut 90 Minuten wurde dann aber „Feuer aus“ gemeldet.

Im Einsatz befanden sich 83 Brandschützer der Feuerwehren aus Bothel, Brockel, Hemsbünde, Hemslingen/Söhlingen sowie die Besatzung der Rotenburger Drehleiter. Vor Ort waren zwei Rettungswagen und vier Polizeibeamte. Die Spezialisten der Rotenburger Inspektion werden am Mittwoch vor Ort nach Spuren suchen, um die Ursache zu ermitteln. Die Bundesstraße 71 war in der Ortsdurchfahrt Brockel bis kurz vor 19 Uhr komplett gesperrt.

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