Gallmucke im Interview

„Wir wollen die Leute nicht mit Können verwirren“

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Die Band Gallmucke um Sänger Arne Hollmann (2.v.l.).

Söhlingen - Für das 20. Erntefest-All-Over (E:A:O) am Freitag, 4. September, haben sich die Veranstalter ROW-People.de und der Schützenverein Söhlingen Großes vorgenommen und das Wunsch-Line-Up zusammengestellt.

Mehrere lokale Musiklegenden wechseln sich dann im Festzelt am Schießstand ab. Auch die Rotenburger Band Gallmucke ist nach langer Pause wieder auf einer Bühne zu sehen. Wir haben uns mit Sänger Arne Hollmann unterhalten.

Ist Ihnen wichtiger, dass die Leute zu Ihrer Musik feiern oder dass sie Ihre Inhalte verstehen?

Arne Hollmann: Es ist natürlich eine tolle Sache, wenn jemand auch mal Inhalte versteht. Das kann man ja zum Beispiel super in Ruhe tun, wenn es gemütlich ist. Da könnte man sich gut darauf besinnen, unsere Songs zu verstehen. Und zum Beispiel drüber nachdenken, was sie bedeuten könnten. Aber eigentlich, um es mit den zeitlosen, oft zitierten Worten von Marianne’s-Sons-Gitarrist Stotte zu sagen, wollen wir auf der Bühne ordentlich feiern und die Leute nicht mit Können verwirren.

Worauf freuen Sie sich beim E:A:O am meisten?

Hollmann: Bisher hatten wir uns vor allem auf die ganzen Leute gefreut, die wir ewig nicht gesehen haben. Und natürlich dieses einmalige Flair „Schützenverein meets Punkrock“, das es mit Brief und Siegel sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Und wir würden uns im Übrigen sehr darüber freuen, wenn Gründervater Birger (Lüdemann, Mitbegründer des E:A:O, Anm. d. Red.) seine goldenen Füße in die heiligen Hallen des Festzelts setzt. Mit dem haben wir auch noch ein Bier zu trinken.

Wie bekommen Sie die Zuschauer von der Theke vor die Bühne?

Hollmann: Da sind wir uns noch nicht ganz einig. Duschen ist ja meistens schon eine gute Basis, das kriegen wir aber im fortgeschrittenen Alter auch langsam hin. Ansonsten haben wir ja früher schon alle Tricks und Kniffe exerziert. Oder wir sorgen endlich mal dafür, dass wir unser Set fehlerfrei spielen können. Das wäre ja was.

Ist es nicht komisch, dass es noch Menschen gibt, die manchmal Ihre T-Shirts tragen?

Hollmann: In der Tat: Das ist sogar ganz schön geil. Wir haben zwar nie an der Qualität gezweifelt, das ist nun echt ein feiner Zwirn. Sogar Leute, die durchaus über die finanziellen Mittel verfügen, sich ein neues Shirt im Laden zu kaufen, tragen mitunter noch ein Gallmucke-Shirt.

Sie haben lange Pause gemacht. Was war da los?

Hollmann: Wir haben uns alle vernünftige Jobs gesucht, um die nötige Kohle zu verdienen, regelmäßig ordentlich was trinken zu gehen. Da fehlte dann natürlich schnell die Zeit, auch mal was anderes zu machen als Arbeit und Tresen.

Trotz Pause hat die Band online Seiten bei Soundcloud oder Facebook. Warum sind Sie dort aktiv geblieben?

Hollmann: Irgendwo müssen wir unsere Laberanfälle ja kanalisieren. Aber im Ernst: Ab und an mal historisches Liedgut hoch zu laden macht irgendwie auch glücklich, uns zumindest.

pfa/mro

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