Ghina Marie Fricke berichtet über ihre Weltreisen

Füße stillhalten geht nicht

Einer der Lieblingsplätze von Ghina Marie Fricke: Mit einem Heißgetränk ganz entspannt in ihrem VW-Bulli T 3.
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Einer der Lieblingsplätze von Ghina Marie Fricke: Mit einem Heißgetränk ganz entspannt in ihrem VW-Bulli T 3.

Hemslingen – Vom Landkreis Rotenburg raus in die weite Welt – nach diesem Motto ist Ghina Marie Fricke (27) seit vielen Jahren unterwegs. Und über ihr Leben als Weltenbummlerin gibt es jetzt ein Buch mit dem Titel „Jeden Tag einmal mutig sein“.

„Ich stamme aus Hemslingen, bin aber eigentlich die meiste Zeit unterwegs in der Welt“, berichtet die junge Frau. Mit 19 Jahren ging es in die USA, damals war sie als Au-pair-Mädchen unterwegs. „Seitdem habe ich das Reisefieber.“ Zwar hat sie sowohl ihren Bachelor- als auch ihren Master-Abschluss in Deutschland absolviert, dazwischen zog es Fricke aber immer wieder hinaus in die Welt. Mal war es ein Sommer in Israel, mal ein Aufenthalt in Thailand, Singapur oder Indonesien. „Auch in London habe ich schon gelebt“, so Fricke weiter.

Ende 2019 war es soweit, das Studium war beendet. „Noch im Januar und Februar 2020 war ich in Indien. Im März fuhr ich dann nach Hemslingen, um meine Eltern zu besuchen“, erinnert sich Fricke an den Monat, in dem dann auf einmal der Lockdown ihr Leben geändert hat. Denn eigentlich hatte sie sich vorgenommen, nach dem Studienabschluss noch einmal ein Jahr zu vereisen. Doch alles kam anders, das Reisen wurde mit einem Schlag zu einem nicht einschätzbaren Risiko.

„Ich war froh, dass ich ein Dach über dem Kopf hatte und bei meinen Eltern leben konnte. Auch einen Job bei den Rotenburger Werken hatte ich, den konnte ich auch verlängern“, so Fricke. Doch der ungeplante Stopp und das monatelange Ausharren belasteten die Hemslingerin, sie wurde melancholisch. „Ich wollte meine Freiheit wieder“, beschreibt sie rückblickend.

Erste Station in der Pandemie: Portugal

So kam ihr die Idee, einen VW T3, einen echten „Bulli“ zu kaufen und diesen auf Vordermann zu bringen. Alle Ersparnisse flossen in das Projekt, die Eltern halfen tatkräftig mit. Im Juni vergangenen Jahres hatte sie den Bulli gekauft, im August ging es los – ohne konkreten Reiseplan.

Im November war sie nach vielen Etappen in Portugal angekommen. „Es war gar nicht einfach, zu reisen. Mal waren die Grenzen auf, mal waren sie zu. Mit Fragen nach Ausgangssperren und ähnlichen Dingen musste ich mich täglich beschäftigen“, erinnert sich Fricke. Schließlich war Corona in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres immer noch ein großes Thema.

Es war gar nicht einfach, zu reisen. Mal waren die Grenzen auf, mal waren sie zu. Mit Fragen nach Ausgangssperren und ähnlichen Dingen musste ich mich täglich beschäftigen.

Ghina Marie Fricke

So zum Beispiel sah sie sich damit konfrontiert, keine Wohnung zu besitzen, in der sie sich aufhalten konnte, um einer Ausgangssperre im jeweiligen Land genüge zu tun. Dennoch ist ihr Zuhause eben der Bus gewesen und der habe ihr auch ihre „Fröhlichkeit“ wiedergegeben. In dieser Zeit fing sie an zu schreiben. Entstanden ist das Mut-Buch, das die junge Autorin im Selbstverlag herausgebracht hat. Auf 100 Seiten und in 27 Kapiteln hat sie beschrieben, wie es ihr unterwegs ergangen ist. „Es war oder ist nicht immer nur einfach, im Bulli zu leben. Selbstzweifel haben mich beschäftigt, ebenso aber auch globale Ereignisse wie zum Beispiel die Wahlen in den USA – all dies habe ich niedergeschrieben“, erklärt sie.

Die ersten 50 Exemplare des Buchs hat sie handsigniert, doch die waren nach einer Woche schon verteilt. Seitdem verläuft der Verkauf über Amazon.

Die Autorin ist mittlerweile – wen wundert es – wieder auf Reisen, diesmal ist sie in Mexiko. „Ich kann die Füße einfach nicht stillhalten“, gibt sie zu und man glaubt es ihr sofort.

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