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Für schnelles Internet: Gemeinde Bothel beteiligt sich am Glasfaserausbau

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Von: Tobias Woelki

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Die Samtgemeinde Bothel will das Rathaus (r.) in Richtung Bürgerhaus (l.) erweitern.
Die Samtgemeinde Bothel will das Rathaus (r.) in Richtung Bürgerhaus (l.) erweitern. © -

Bothel – Fit für die Zukunft: Bothel beteiligt sich am Projekt „Gigabit-Strategie“ zum Aufbau von Glasfaser-Infrastrukturen, damit die Gemeinde flächendeckend über schnelles Internet verfügt. Die Entscheidung dazu fiel jetzt einstimmig im Rat. Den Breitbandausbau, der alle Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Bothel betrifft, fördern Bund und Land – mit einer prozentualen Kostenbeteiligung der einzelnen Kommunen.

Die Gemeinde Bothel kostet der Glasfaserausbau 480 327 Euro – verteilt über mehrere Haushaltsjahre. Den Großteil übernimmt der Bund mit 50 Prozent und das Land mit 25 Prozent. Damit verbleiben insgesamt 25 Prozent beim Landkreis und den Kommunen, die sich die Kosten teilen. Für die Samtgemeinde Bothel hat die Kreisverwaltung 2 847 Adressen ermittelt. 894 Adressen sind der Gemeinde Bothel zugeordnet. Für die Erschließung dieser Adressen kalkuliert die Kreisverwaltung eine Wirtschaftlichkeitslücke in Höhe von insgesamt rund 12,2 Millionen Euro ein. Der kommunale Anteil für die Samtgemeinde in Höhe von 12,5 Prozent beträgt knapp 1,5 Millionen Euro. Heruntergerechnet auf die Mitgliedsgemeinden kämen demnach 480 327 Euro auf die Gemeinde Bothel zu.

Belastung für den Haushalt

Nach einer europaweiten Ausschreibung in diesem Jahr, der Detailplanung und der Genehmigung der Fördergelder rechnet der Landkreis im Herbst 2023 mit dem Baubeginn, der voraussichtlich fünf Jahre dauert, bis auch das letzte Haus im Kreisgebiet ans Glasfasernetz angeschlossen ist. „Wir kommen an diesem Thema nicht vorbei, auch wenn die Haushaltslage angespannt ist“, befürwortete Thorsten Harth (CDU) das Projekt in der jüngsten Ratssitzung. „Die mehr als 480 000 Euro werden unseren Haushalt belasten, aber wenn wir uns nicht beteiligen, hätten wir einen klaren Standortnachteil“, stellte Jörg Kruse (SPD) fest.

Ein weiteres Thema, das zur Sprache kam: Seit längerer Zeit diskutiert die Samtgemeinde aufgrund wachsender Aufgaben und damit verbunden steigendem Personalbedarf, das Rathaus zu vergrößern. Sie beantragte, einen Teil des gemeindeeigenen Grundstücks überbauen zu dürfen – denn das Bürgerhaus der Gemeinde Bothel steht direkt nebenan. Das lehnte der Rat ab. Stattdessen erlaubt die Gemeinde ihrem Nachbarn eine Grenzbebauung und will zusätzlich eine Baulast auf dem betreffenden Areal eintragen lassen. „Bislang liegt nicht einmal eine Planung vor, den Flächennutzungsplan zu ändern“, stellte Uta Tümler (Bürgerliste) fest. „Die angestrebte Nutzung schränkt unsere Vereine und das Ehrenamt ein. Das können wir nicht akzeptieren“, formulierte Bürgermeisterin Erika Schmidt (SPD). „Beim Rathaus muss etwas passieren, aber eine Planung sollte vorliegen, was sie aber nicht tut“, so Sascha Murso (SPD).

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