Kennenlern-Tour der Dorfregion Wiedau-Walsede

Fördertöpfe im Visier

Kirchwalsede wird am 18. Januar besucht, der Brockeler Ortskern an der Mühle bereits an diesem Samstag. Fotos: Wieters

Brockel - Von Jens Wieters. Vor fast genau einem Jahr hat Siegfried Dierken, Chef des Verdener Amts für regionale Landesentwicklung, den Startschuss für das Dorfentwicklungsprogramm Wiedau-Walsede, das die Orte Kirchwalsede, Hemsbünde Bothel und Brockel umfasst, gegeben. Mittlerweile wurden bereits die ersten Bürgerversammlungen veranstaltet, bei denen einige Ideen für Projekte gesammelt wurden.

Aber in dem Programm geht es nicht nur um die einzelnen Dörfer, sondern es hat auch zum Ziel, Gemeindegrenzen zu überwinden und die Dorfregion als großes Ganzes zu betrachten. „Denn es geht nicht nur ums Geld oder darum, mal eben ein Dach neu eindecken zu lassen, sondern es geht darum, die Lebensfähigkeit der Ortschaften zu erhalten und die Dörfer den aktuellen und kommenden Herausforderungen anzupassen“, hatte Dierken den Bürgermeistern damals mit auf den Weg gegeben. Damit das auch in den Köpfen der Menschen der Dörfer fest verankert wird, hat das mit der Umsetzung des Programms beauftragte Planungsbüro Mensch & Region aus Hannover sogenannte Dorfrundgänge initiiert.

Und die starten bereits an diesem Samstag in Brockel und Bothel. „Die Gemeinden der Dorfregion Wiedau-Walsede sollen sich gegenseitig kennenlernen. Dazu laden wir sie zu Dorfrundgängen ein. Ziel ist das Kennenlernen der Orte, der Ortsbevölkerung sowie der für die Bürger wichtigen Projekte, die im Rahmen der Dorfentwicklung umgesetzt werden sollen“, begründet Matthias Lange vom Planungsbüro die Maßnahme.

Durch die Rundgänge entstünde ein Gemeinschaftsgefühl und ein Verständnis für die Bedarfe der einzelnen Ortschaften. „Diese Aspekte stellen die Basis für die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit dar.“

In den Ortschaften stellen Vertreter ihre Ideen für die Dorfentwicklung vor. Gezeigt und besichtigt werden sollen dabei die Punkte im Ort, an denen Maßnahmen gewünscht oder geplant sind oder wo noch nach einer Idee gesucht wird. Natürlich sollen auch Einblicke in die Besonderheiten des Ortes möglich sein – der Schwerpunkt soll jedoch bei den öffentlichen Projektideen liegen.

Die Dorfrundgänge werden auf zwei Termine aufgeteilt. Am Samstag, 11. Januar, erfolgt der Dorfrundgang in Brockel und Bothel. Treffpunkt ist um 9 Uhr an der Brockeler Kirche. Nach der Besichtigung geht es mit einem organisierten Transfer nach Bothel, wo ein Mittagsimbiss wartet, bevor auch die Botheler Ideen vorgestellt werden.

Am Samstag, 18. Januar, sind Hemsbünde und Kirchwalsede dran. Start ist ebenfalls um 9 Uhr an der Dörfergemeinschaftsanlage in Hemsbünde. Nach der Fahrt nach Kirchwalsede gibt es im Grünen Jäger einen Mittagsimbiss. Danach erfolgt der Dorfrundgang. „Zu den Terminen ist jedermann eingeladen. Zum Kennenlernen ist es sinnvoll, dass Interessierte aus Bothel und Brockel an den Rundgängen in Kirchwalsede und Hemsbünde teilnehmen und umgekehrt“, so Lange. Für die Planung des Imbisses wird um Anmeldung per Mail gebeten: lange@mensch-und-region.de, alternativ unter der Rufnummer 05151 / 7909390.

Zuschüsse für verschiedene Projekte

All das, was Vereine, Privatpersonen, kirchliche Organisationen oder auch die Gemeinden Kirchwalsede, Hemsbünde, Bothel und Brockel schon immer mal vorhatten, aber die Ideen und Projekte aufgrund fehlender finanzieller Mittel verschieben mussten, rückt durch das Dorfentwicklungsprogramm in greifbare Nähe. Die Gemeinden und Vereine, Einwohner und sonstige Personen des öffentlichen Rechts können sich bis 2027 an den von Land, vom Bund und von der EU üppig gefüllten Fördertöpfen bedienen. So werden öffentliche Vorhaben zwischen 43 und 63 Prozent, private Maßnahmen mit bis zu 30 Prozent und Ideen von Vereinen beispielsweise mit bis zu 73 Prozent finanziell gefördert.

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