„ExxonMobil“ widerspricht Landrat

UVP ist Sache der Behörde

Hans-HermannNack

Bellen - Der Konzern „ExxonMobil“ widerspricht dem Rotenburger Landrat Hermann Luttmann (CDU), der in seiner Antwort auf einen offenen Brief im Zusammenhang mit der vom Konzern geplanten Reststoffbehandlungsanlage bei Bellen unter anderem geäußert hatte, dass „der Vorhabenträger freiwillig eine Umweltverträglichkeitsprüfung“ (UVP) durchführen könne, auch wenn die Behörde im Rahmen der Vorprüfung die Notwendigkeit dafür verneint habe.

„Das ist nicht richtig“, stellt Hans-Hermann Nack, Exxon-Unternehmenssprecher, klar. „Eine Umweltverträglichkeitsprüfung ist ein behördliches Verfahren, für das es eine Rechtsgrundlage braucht. Ein Unternehmen kann ein solches Verfahren nicht in Gang setzen“, erläutert er.

„Tragen alles zur Aufklärung bei“

„ExxonMobil“ habe großes Verständnis dafür, dass die Menschen vor Ort eine detaillierte Prüfung von Umweltbelangen und umfassende Informationen forderten und verstehe daher auch entsprechende Wünsche seitens der Politik.

„Wir bewegen uns hier aber in einem rechtlich vorgegebenen Rahmen“, betont Nack. Im Übrigen finde eine umfassende Prüfung aller Belange auch ohne Umweltverträglichkeitsprüfung statt. „Es scheint der falsche Eindruck zu bestehen, nur eine Umweltverträglichkeitsprüfung würde sicherstellen, dass mögliche Auswirkungen der Anlage auf die Umwelt geprüft werden.“

Tatsächlich erfolge auch ohne sie eine intensive Auseinandersetzung mit Umweltbelangen im Rahmen der Antragsprüfung. „Was wir von unserer Seite zur Aufklärung beitragen können, tun wir“, ergänzt der Unternehmenssprecher. - jw

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