Förderung für Tagespflege-Idee

Hemsbünde bekommt eine halbe Million Euro

Bürgermeister Manfred Struck und Julia Wittrock vom Amt für Landentwicklung mit dem Förderbescheid.
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Bürgermeister Manfred Struck und Julia Wittrock vom Amt für Landentwicklung mit dem Förderbescheid.

Hemsbünde – Wo einstmals die Kuh dem Schwein „Gute Nacht“ gewünscht hat, später viele Hemsbünder eine neue Frisur bekommen haben, werden schon bald Senioren betreut: Die Gemeinde Hemsbünde ist einen großen Schritt weitergekommen, das mittlerweile im Eigentum der Kommune befindliche Gebäude an der Dorfstraße 35 in ein Tagespflegezentrum für alte Menschen umzuwandeln.

„Die Kosten stehen jetzt fest: Das Projekt wird 1,283 Millionen Euro teuer“, sagt Bürgermeister Manfred Struck (SPD). Für eine eher kleine Gemeinde wahrlich kein Pappenstiel. Aber jetzt kommt Julia Wittrock vom Verdener Amt für Landentwicklung ins Spiel, die Struck am Dienstag einen Förderbescheid in Höhe von einer halben Million Euro überreichte. „Durch diese Maximalförderung aus dem Dorfentwicklungsprogramm ist ein Großteil der Kosten bereits gedeckt“, freut sich Struck. Der hat einen einstimmigen Beschluss für diese Idee im Rücken, die der Gemeinderat nach dem Kauf des Gebäudes in der Ortsmitte vor vier Jahren anschließend gemeinsam gefasst hatte.

Allerdings: Damals war die Gemeinde noch von einer Kooperation mit dem DRK als Betreiber der Tagespflege ausgegangen. „Die haben inzwischen abgesagt, weil der Kreisverband im Nordkreis bereits zwei ähnliche Einrichtung betreibt und eine dritte zu viel wäre“, so Struck.

Der bleibt – anders als die CDU im Rat, die jetzt mangels eines Betreibers „nochmal neu beraten will“ – bei der Suche nach einem anderen Partner ganz gelassen: „Wir haben noch bis Ende Juni 2024 Zeit.“ Sollte bis dahin kein Betreiber gefunden worden sein, setze er auf einen Förderverein, unter dessen Dach die Pflegestätte arbeiten könne. „Das bedeutet natürlich zu Beginn etwas mehr Arbeit, aber wenn es läuft, sehe ich keine Probleme“, beteuert Struck, dem jetzt schon Bewerbungen von Altenpflegerinnen ins Gemeindebüro flattern. „Natürlich auch wegen der attraktiven Arbeitszeiten, die besser sind als in einem Heim.“

Zunächst einmal haben jetzt aber die Planer und Architekten das Wort, um das alte Gebäude entsprechend umzugestalten, denn ein kompletter Abriss werde nicht gefördert, wie Julia Wittrock betont. „Das würde der Grundidee des Dorfentwicklungsprogramms widersprechen, denn wir wollen historische Bausubstanz erhalten“, so die Fachfrau, die darauf hinweist, dass das „Projekt im Ranking der Dorfentwicklung Wiedau-Walsede auf Platz eins“ gesetzt worden sei, und die Mittel ohne viel Federlesens freigegeben worden seien.

So sah das Gebäude früher einmal aus.

Also wird, „so schnell wie möglich“, wie Struck betont, nach den Ausschreibungen zunächst der eigentliche Baukörper nach modernsten energetischsten Gesichtspunkten saniert, bevor ein Planer Fachplaner sich mit dem Innern des Gebäudes beschäftige, weil eine Tagespflegestätte doch gewisse Vorgaben erfüllen müsse.

Im Obergeschoss sollen übrigens drei oder vier Singlewohnungen entstehen, deren Mieteinnahmen für einen Eurorückfluss in die Gemeindekasse sorgen.

„Für die Gestaltung des Außengeländes werden wir einen separaten Förderantrag im Dorfentwicklungsprogramm stellen“, informiert Struck. Und auch da stehen die Chancen nicht schlecht: „Das ist problemlos möglich und wird in aller Regel realisiert, wenn die Förderkriterien erfüllt werden“, erläutert Wittrock, die auch Privatleute animieren möchte, Förderanträge für Umbaumaßnahmen zu stellen.

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